Nach Sanierung

Hildesheimer Dom öffnet wieder die Türen

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Foto: In die Sanierung des zum Weltkulturerbe zählenden Hildesheimer Doms flossen 35,6 Millionen Euro von der katholische Kirche, der EU und des Bundes sowie Spenden.

Hildesheim - Nach fünfjähriger Sanierung wird der Hildesheimer Dom am Freitag kommender Woche feierlich eröffnet. Zum Auftakt des Festgottesdienstes wird Bischof Norbert Trelle mit dem Bischofsstab an die Bernwardtür am Hauptportal schlagen, sie öffnen und dann in den Dom einziehen.

Die Wiedereröffnung bildet den Auftakt des 1200-jährigen Bistumsjubiläums. In die Sanierung der zum Weltkulturerbe zählenden romanischen Kathedrale flossen 37,2 Millionen Euro von der katholische Kirche, der EU und des Bundes sowie Spenden. „Die großen Kunstwerke des Mittelalters erzählen davon, was Christen hoffen“, sagte Bischof Trelle. „Alle, die in den Dom eintreten, finden hier ein Dach für ihre Seele.“

Der nach seiner Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wiederaufgebaute und 1960 eröffnete Dom wurde in den vergangenen fünf Jahren wieder an die ursprüngliche Architektur aus dem Mittelalter angepasst. Anbauten sowie eine eingezogene Decke aus den Nachkriegsjahren wurden entfernt und der Fußboden auf sein ursprüngliches Niveau abgesenkt. Heller und lichtdurchfluteter als früher präsentiert sich der renovierte Dom, in dessen schlichter Gestaltung die lithurgischen Kunstschätze umso mehr zur Geltung kommen.

Zur Eröffnungsfeier werden neben hochrangigen Vertretern der katholischen Kirche auch der evangelische Bischof aus Braunschweig, Christoph Meyns, erwartet. Außerdem zählen Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) und der ehemalige Minister- und Bundespräsident Christian Wulff zu den Gästen.

dpa

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