Erste Schätzungen

Hochwasserschäden geringer als angenommen

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Alles nicht so schlimm? Der Hochwasserschaden soll nur bei 6,68 Milliarden Euro liegen.

Berlin/Dresden - Experten hatten mit Schäden im zweistelligen Milliardenbereich gerechnet. Doch möglicherweise hat das Hochwasser weniger Verwüstung hinterlassen als zunächst angenommen. Von 6,68 Milliarden Euro ist nun die Rede.

Die Schäden des Juni-Hochwassers in Deutschland sind geringer als zunächst angenommen. Nach einer dpa vorliegenden Übersicht haben die Länder dem Bund Schäden von insgesamt rund 6,68 Milliarden Euro gemeldet. Das Bundesinnenministerium bestätigte die Angaben. Allerdings sind das vorläufige Zahlen. Experten hatten nach dem Hochwasser Schäden im zweistelligen Milliardenbereich nicht ausgeschlossen. Bei der Jahrhundertflut im Jahr 2002 lag der Gesamtschaden in Deutschland bei rund 13 Milliarden Euro.

Die jetzt von den Ländern übermittelten Angaben lassen den Schluss zu, dass der gemeinsam von Bund und Ländern aufgelegte Hilfsfonds von bis zu acht Milliarden Euro ausreicht. Der Bundesrat hatte am 5. Juli grünes Licht für die Fluthilfe gegeben. Der Bund streckt die acht Milliarden Euro vor und macht dafür neue Schulden. Die Länder haben 20 Jahre Zeit, ihren Anteil von gut drei Milliarden Euro abzuzahlen.

Die höchsten Schäden meldete Sachsen-Anhalt mit rund 2,69 Milliarden Euro. Danach folgen Sachsen (1,92 Mrd Euro) und Bayern (1,31). Thüringen schlägt mit etwa 452 Millionen Euro zu Buche. Alle anderen betroffenen Länder haben weniger als 100 Millionen Euro angemeldet: Brandenburg (92), Niedersachsen (76,4), Baden-Württemberg (73,8), Schleswig-Holstein (25), Hessen (21), Mecklenburg-Vorpommern (7,8) und Rheinland-Pfalz (4,4). Die Zahlen sind gerundet.

Hinzu kommen Kosten des Bundes in Höhe von 1,48 Milliarden Euro, wie das Innenministerium mitteilte. Das betrifft beispielsweise Schäden bei der Bahn, an Liegenschaften, Bundesstraßen und Bundeswasserstraßen sowie „einsatzbedingte Mehrkosten“ durch den Einsatz des Technischen Hilfswerkes und anderer Kräfte.

dpa

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