Robin Williams und Shia LaBeouf

Hollywood auf Entzug

+
Foto: Der Schauspieler Robin Williams.

New York - Schon wieder ist es der Alkohol: Die Hollywood-Schauspieler Robin Williamsund Shia LaBeouflassen sich wegen ihrer Probleme mit dem Trinken behandeln. Aber die beiden sind nur die jüngsten Beispiele einer langen und oft verhängnisvoll endenden Kombination.

Immer wieder der Alkohol: Jahrzehntelang war der Hollywood-Schauspieler Robin Williams trocken, doch dann kehrten die Probleme zurück. Am Dienstag hat sich der Oscar-Preisträger in eine Therapieklinik begeben. Der 62-Jährige sei „sehr stolz“ auf sein anhaltendes Bekenntnis zur Suchtbekämpfung, sagte sein Sprecher dem Promi-Portal „TMZ.com“. Er wolle sich nun lediglich einem „Feinschliff“ unterziehen.

Zeitgleich überrascht auch Kollege Shia LaBeouf („Transformers“) mit einer ähnlichen Ankündigung: Der 28-jährige Schauspieler unterziehe sich freiwillig einer Therapie gegen den Alkohol, sagte seine Sprecherin. Vergangene Woche hatte LaBeouf in New York lautstark eine Aufführung des Stücks „Cabaret“ gestört und war daraufhin von der Polizei über Nacht in Gewahrsam genommen worden. LaBeouf und Williams sind nur die jüngsten Beispiele der langen Geschichte einer häufig verhängnisvoll endenden Zweierbeziehung: Stars und Alkohol. Unter anderem Kurt-Cobain-Witwe Courtney Love, Sänger Ozzy Osbourne, die Schauspielerinnen Lindsay Lohan und ihre deutsche Kollegin Jenny Elvers-Elbertzhagen sowie der Sänger und Schauspieler David Hasselhoff haben sich schon öffentlich zu ihren Problemen mit dem Trinken bekannt.

Wenn dann, wie in vielen Fällen, auch noch Drogen dazukommen, wird die Situation gefährlich. Nicht selten endete diese Kombination bereits mit dem Tod, wie etwa bei der britischen Sängerin Amy Winehouse oder dem US-Sänger Jimi Hendrix. Natürlich leiden nicht nur Promis an Alkoholproblemen, aber weil sie einen Job im Scheinwerferlicht haben, wird ihre Sucht schnell öffentlich und zum Gesprächsthema. Zudem bieten Job und Umfeld vielen Promis unzählige Trink-Anreize: Der ständige Druck des Jobs im Scheinwerferlicht, das unstete Arbeitsleben mit Existenzsorgen bei manchmal ausbleibenden Rollen, oder umgekehrt in beruflichen Hochphasen reichlich Geld, um unendlich viel Alkohol kaufen zu können, und die nahezu ständig anstehenden Premieren-Partys oder andere Feiern, bei denen es immer auch ein paar Drinks gibt.

Einige Entzugskliniken haben sich seit mehreren Jahren auf Promis spezialisiert. Die bekannteste ist die Betty-Ford-Klinik in Kalifornien, wo unter anderem schon Elizabeth Taylor, Johnny Cash, Liza Minelli und Tony Curtis versuchten, vom Alkohol loszukommen. Gegründet wurde die Klinik von der Ehefrau des früheren US-Präsidenten Gerald Ford, die ebenfalls alkoholabhängig war und sich erfolgreich behandeln ließ.

Und es gibt auch Positiv-Beispiele. Um gar nicht erst in die Abhängigkeit zu rutschen, haben einige Stars dem Alkohol gleich ganz abgeschworen. Die Schauspielerinnen Jennifer Hudson, Blake Lively und Kristin Davis zum Beispiel. Andere sind ihre Alkoholprobleme losgeworden – wie der Schauspieler Bradley Cooper, der vor zehn Jahren den Absprung schaffte. „Hätte ich damals mit dem Trinken weitergemacht“, sagte er jüngst, „dann wäre mein Leben komplett ruiniert gewesen.“

Von Christina Horsten

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare