Lehrer, Schüler und Eltern beschließen Dresscode

Hotpants-Verbot an Hamburger Schule

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Foto: Zwei junge Frauen in Berlin in ultrakurzen Hosen.

Hamburg - Mit einem Verbot von Hotpants hat vor den Sommerferien schon eine Schule in Baden-Württemberg viel Aufmerksamkeit erregt. Jetzt folgt ein katholisches Gymnasium in Hamburg mit einer ähnlichen Kleiderordnung. Der Dresscode hat die Überschrift "Was wir nicht sehen wollen".

Die katholische Sophie-Barat-Schule in Hamburg geht gegen allzu freizügige Kleidung im Unterricht vor. Die Schulkonferenz aus Lehrern, Eltern und Schülern habe zum neuen Schuljahr mehrheitlich einen Dresscode für Schüler und Schulmitarbeiter des Gymnasiums beschlossen, teilte der Katholische Schulverband Hamburg am Freitag mit. Unter der Überschrift "Was wir nicht sehen wollen" sind dort aufgeführt: "Brustansatz, Bauchfreiheit, Unterwäsche/Unterhosen, zu viel Oberschenkel."

Mit einem Verbot von Hotpants – also sehr kurzen, eng anliegenden Hosen für Frauen – war vor den Sommerferien bereits eine Schule aus Horb am Neckar (Baden-Württemberg) in die Schlagzeilen gekommen. In dieser Woche wurde bekannt, dass der Fall im Bonner Haus der Geschichte verewigt wird. Ausgestellt werden unter anderem ein Brief an die Eltern und ein weißes T-Shirt, das unpassende Kleidung verhüllen sollte.

Sorge vor "unguten Gefühlen"

Er befürchte nicht, dass der neue Dresscode in Hamburg ebenfalls im Haus der Geschichte lande, sagte der Sprecher des Katholischen Schulverbands, Christoph Schommer. Im Dresscode der Sophie-Barat-Schule heißt es weiter: "Dabei kann allzu freizügige und nachlässige Garderobe ungute Gefühle auf Lehrer-, aber auch auf Schülerseite hervorrufen." An der Schule gehe es um gegenseitige Wertschätzung und Toleranz. "Dieser Umgang wird durch die Kleidung unterstrichen."

Anders als in derSchule in Horb am Neckar gibt es aber an der Hamburger Schule keine weißen T-Shirts zur Verhüllung. "Die Lehrer verweisen dann nur freundlich auf die Schulordnung und bitten darum, am nächsten Tag mit angemessener Kleidung zum Unterricht zu erscheinen", sagte Schommer.

Von Matthias Benirschke

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