Spanische Waldbrände

Hubschrauber stürzen bei Löscharbeiten ab

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Foto: Feuerwehrleute kämpfen gegen die Feuerwand in der waldigen Region Valencia.

Valencia - In Spanien kämpfen die Einsatzkräfte gegen einen der größten Waldbrände seit Jahrzehnten. Am Montag stürzten dabei zwei Hubschrauber ab, ein Pilot kam ums Leben. Auch in Bulgarien toben Feuer in einem Schutzgebiet.

Beim Kampf gegen verheerende Waldbrände in Spanien sind zwei Hubschrauber abgestürzt. Ein Pilot kam bei den Unglücken am Montag ums Leben. Die beiden Helikopter stürzten nach Angaben der Behörden unabhängig voneinander in der Nähe der Ortschaft Cortes de Pallás bei Valencia ab. Die beiden Piloten des zweiten Hubschraubers konnten verletzt gerettet werden. Die Ursachen und Umstände der Unglücke waren zunächst nicht bekannt.

Die Löschmannschaften konnten unterdessen ein weiteres Ausbreiten der Flammen verhindert. Die Lage habe sich stabilisiert, teilte die Feuerwehr am Montag mit. In der Region Valencia hatten die Brände bis zu 500 Quadratkilometer Wald- und Buschland vernichtet.

Mehr als 3000 Menschen mussten ihre Wohnungen in der Region zeitweise verlassen. Bei den Löscharbeiten waren 40 Flugzeuge und 1500 Feuerwehrleute sowie Soldaten einer Sondereinheit des Militärs im Einsatz. Die Bürgermeister mehrerer Orte klagten darüber, dass die Mittel für den Kampf gegen die Flammen unzureichend seien.

InSpanien ist die Gefahr von Waldbränden in diesem Sommer besonders groß. Das Land hat den trockensten Winter seit Jahrzehnten erlebt. In mehreren Regionen wurde zudem wegen der Sparpolitik auch bei der Feuerwehr der Rotstift angesetzt.

In Bulgarien tobt in einem Schutzgebiet im Witoscha-Gebirge nahe der Hauptstadt Sofia auf einer Fläche von sechs Hektar ein Waldbrand. Mehr als 350 Feuerwehrleute und Kräfte des Innenministeriums sowie Förster und Freiwillige versuchten am Montag nach amtlichen Angaben, den Brand in dem Nadelwald-Gebiet zu löschen. Das Land leidet seit Tagen unter einer Hitzewelle. Meteorologen sagten Dauerhitze mit Temperaturen über 35 Grad voraus.

dpa

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