Tierheim-Leiter äußert sich

Fall von „verstümmelter Hündin“ im Wald sorgt für Aufsehen - und nimmt dann schockierende Wende

Bei Ulm machte die Nachricht einer verstümmelten Hündin im Wald samt Foto die Runde - jetzt nimmt der Fall eine schockierende Wende.

  • Nahe Ulm (Baden-Württemberg) machte die Nachricht von einer im Wald entdeckten, vermeintlich verstümmelten Hündin die Runde.
  • Jetzt kam es zu einer unerwarteten Wende.
  • Viele Fragen bleiben offen.

Ulm - Ein Facebook-Posting* schlug große Wellen in der Region um Ehingen bei Ulm (Baden-Württemberg). Er datiert vom 10. Mai und landete auf der Seite „Wanted: Ehingen“. Darin heißt es: „Hallo meine Tierfreunde in Ehingen und Umgebung....diese kleine Rotti-Hündin wurde zwischen dem 30.04 und 05.05.2020 in der Nähe von Allmendingen im Wald ausgesetzt und an einem Baum angebunden.....der Hündin wurde der Schwanz gebrochen und die Tatzen verstümmelt....die Kleine hat mittlerweile einen super Platz, trotzdem versuchen wir die Ratten zu finden, die dem Tier das angetan haben.“ Mehr als 4.800 Mal wurde das Posting geteilt. Und natürlich reihenweise empört kommentiert. 

Ulm (Baden-Württemberg): Überraschende Wende bei Hündin - Tierheim hat neue Erkenntnisse

Wie die SWP nun berichtet, stellt sich der Fall inzwischen aber doch komplett anders dar als vermutet. „Mittlerweile ist klar, dass der Hund nie ausgesetzt war“, erklärt Ralf Peßmann. Er ist Leiter des zuständigen Tierheims Ulm/Neu-Ulm.

Schockierend: Der vermeintliche Finder, der den Hund im Wald entdeckt habe, sei tatsächlich der Besitzer der Rottweiler-Hündin. Die Geschichte war wohl nur ausgedacht, damit sie den Welpen schneller loswerden könnte. 

Ulm (Baden-Württemberg): Hündin in schlechtem Zustand - aber jetzt bei guten Besitzern

Die gute Nachricht: Der Rottweiler ist in guten Händen gelandet. „Ich habe mir das neue Zuhause selbst angeschaut“, erklärt Peßmann. Es handle sich um „ganz nette Leute“, die auch finanziell gut ausgestattet seien, um dem Rottweiler das Nötige zuteil werden zu lassen. Er befinde sich bereits in physiotherapeutischer Behandlung.

Denn bei der Hündin ist einiges im Argen: eine Fehlstellung des rechten Vorderbeins, zwei Zehen fehlen samt Ballen an einer Hinterpfote, die Rute weist zwei Knicke auf. Ob tatsächlich eine Misshandlung stattgefunden hat oder die Leiden andere Ursachen haben, bleibt unklar. „Das wird möglicherweise auch nicht mehr zu klären sein“, sagt der Tierheim-Leiter.

Ulm (Baden-Württemberg): Empörender Fall hat Happy End für Rottweiler-Hündin

Auch nach der unerwarteten Wende bleiben in dem Fall viele Fragen offen. Auch ob alles Folgen hat für den Vorbesitzer, der die Story von der ausgesetzten und verstümmelten Hündin, die an einen Baum angebunden worden sei, nur erfunden hat. Doch eines ist erfreulich: Für den Rottweiler hat die Sache - den Umständen entsprechend - ein Happy End.

Tatsächlich stattgefunden hat hingegen ein Fund mitten im Wald unter einer Plane in NRW, der zum Gegenstand polizeilicher Ermittlungen wurde.

Ein irrer Vorfall ereignete sich am Donnerstag in Warschau. Wie tz.de berichtete, versuchte ein Betrunkener in einem polnischen Zoo eine Bärin zu ertränken*, nachdem er zuvor ins Bären-Gehege eingebrochen war.

*tz.de ist Teil des Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

lin

Rubriklistenbild: © Rottweiler Hündin

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