Hamburg-Altona

Ikea eröffnet erste Filiale in Fußgängerzone

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Hamburg - Als Ikea sein Vorhaben ankündigte, die erste Filiale des Möbelhauses in einer Fußgängerzone zu eröffnen, ging ein Aufschrei durch Hamburg-Altona. Mittlerweile setzen viele Geschäftsleute ihre Hoffnungen auf die schwedische Möbelkette, die am Montag das Geschäft eröffnet.

Die Möbelkette Ikea eröffnet am Montag ihre weltweit erste Innenstadt-Filiale in Hamburg-Altona. Der schwedische Konzern investierte am Standort an der Großen Bergstraße mehr als 80 Millionen Euro und schafft damit 300 Arbeitsplätze. Ikea hat ein siebenstöckiges Gebäude errichtet, davon vier Parkdecks mit 730 Stellplätzen. Mit einer Verkaufsfläche von 18 000 Quadratmetern ist die Filiale in Altona rund 20 Prozent kleiner als andere Ikea-Märkte, präsentiert aber dennoch das gesamte Katalogsortiment.

Der Bau des Möbelmarktes war zunächst umstritten, wurde aber in einem Bürgerentscheid mit einer Mehrheit von rund 77 Prozent der Stimmen gebilligt. Wegen der Innenstadt-Lage erwartet Ikea anders als in anderen Märkten, dass rund die Hälfte der Kunden zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem öffentlichen Nahverkehr anreist. Im Umkreis von drei Kilometern um die Filiale leben rund 150.000 Menschen. Ikea hat sich mit einem neuen Konzept an die Lage angepasst und bietet die taggleiche Lieferung der Waren ebenso an wie Lastentaxen, Fahrradkuriere, Car-Sharing und Leihfahrräder und -anhänger.

Auch die Präsentation der Möbel und Einrichtungsgegenstände weicht ab von dem Standard anderer Ikea-Häuser. In Altona gibt es Schaufenster im Erdgeschoss und Tageslicht. Der Selbstbedienungsbereich und das Kinderparadies ist in den dritten Stock verlegt. Ikea rechnet mit rund 5000 Kunden täglich in Altona, was jedoch je nach Wochentag und Wetter erheblichen Schwankungen unterliegen kann.

dpa

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