Waldbericht 2012

Immer mehr Holz aus Niedersachsens Wäldern

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In Niedersachsen werden immer mehr Bäume gefällt - es wachsen aber mehr nach als genutzt werden.

Göttingen - In Niedersachsens Wäldern wird immer mehr Holz eingeschlagen. Allein im vergangenen Jahr erhöhte sich der Gesamtbestand landesweit um rund sieben Millionen auf etwa 296 Millionen Festmeter. Das geht aus dem aktuellen Waldbericht 2012 hervor.

Während in allen Wäldern zusammen etwa 12 Millionen Festmeter Holz nachwuchsen, wurden insgesamt Bäume mit einem Holzvolumen von fünf Millionen Kubikmetern eingeschlagen. Damit werden zwar immer mehr Bäume gefällt, es wachsen aber mehr nach als genutzt werden. Selbst im Jahr 2007 nach dem Orkan „Kyrill“ wurde nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums in Hannover weniger Holz genutzt als zuwächst.

Die meisten Zuwächse gab es im Privat- und Genossenschaftwald. Aber auch in den Wäldern der profitabel wirtschaftenden Landesforsten sei der Holzvorrat im vergangenen Jahr gestiegen, sagte ein Sprecher. Es werde sehr auf eine nachhaltige Holzproduktion geachtet. Bei knapp 1,8 Millionen Kubikmeter Holzernte seien etwa 2,2 Millionen Kubikmeter nachgewachsen.

Die Waldwirtschaft sei in den vergangenen Jahren nicht unverhältnismäßig intensiviert worden, schreibt Landwirtschaftsminister Gert Lindemann (CDU) im Waldbericht. Nur zwei Drittel des Zuwachses würden genutzt.

Die wirtschaftliche Lage der Forstbetriebe hat sich nach Angaben des Ministeriums wegen der guten Holzpreise verbessert. Die Ertragssituation sei so gut wie lange nicht mehr.

Ungebrochen sei auch der Trend, Holz energetisch zu nutzen. Aktuell habe Holz einen Anteil von 20 Prozent der erneuerbaren Energien, heißt es im Waldbericht.

In Niedersachsen gibt es insgesamt knapp 1,16 Millionen Hektar Wald. Dies entspricht fast einem Viertel der Landesfläche. 59 Prozent des Waldes befinden sich in Privat- oder Genossenschaftsbesitz, 29 Prozent sind Landeswald, die übrigen Flächen gehören Kommunen oder dem Bund.

Die häufigsten Baumarten in Niedersachsen sind Kiefer (30 Prozent), Fichte (20), Buche (14) und Eiche (11 Prozent).

dpa

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