Erschütterung bis nach Bali zu spüren

Erneut schweres Erdbeben auf Ferieninsel Lombok: Zehn Tote - Urlauber verängstigt

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Urlauber auf der benachbarten Insel Bali flüchteten während des Erdbebens aus den Hotels auf die Straße.

Nach den verheerenden Erdbeben vor Lombok in den vergangenen Wochen hat auf der Ferieninsel erneut die Erde gebebt. Der News-Ticker.

  • Die Insel Lombok kommt nicht zur Ruhe - am 19. August bebte hier erneut die Erde (Stärke 6,3). 
  • Vor der indonesischen Ferieninsel hatte sich bereits am Sonntag (5. August 2018) ein Erdbeben der Stärke 6,9 ereignet.
  • Nach dem zweiten starken Erdbeben war die Zahl der Toten auf mindestens 460 gestiegen. 
  • Schon am 29.7. 2018 hatte ein Erdbeben der Stärke 6,4 die Insel erschüttert.
  • 1200 Urlauber auf der Nachbarinsel Gili mussten damals evakuiert werden. 
  • Das Auswärtige Amt hatte zunächst keine Hinweise auf mögliche deutsche Opfer. 

Update vom 20. August 2018, 8.11 Uhr: Zahl der Opfer nach oben korrigiert

Bei den jüngsten Erdbeben auf der indonesischen Ferieninsel Lombok und der Nachbarinsel Sumbawa sind am Sonntag mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen. Nach einer neuen Bilanz der nationalen Katastrophenschutzbehörde von Montag wurden mindestens 24 Menschen verletzt. Zudem stürzten durch das Beben am Abend mehrere Gebäude ein. Auf Lombok fiel der Strom nahezu komplett aus. Mehr als 400 000 Inselbewohner sind obdachlos. Bis Montag mittag (Ortszeit) gab es mehr als hundert Nachbeben.

Update vom 20. August 2018, 6.30 Uhr: Erdbeben fordert Todesopfer

Bei den jüngsten Erdbeben auf der indonesischen Ferieninsel Lombok sind am Sonntag mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Das teilte Sutopo Nugroho, Sprecher der nationalen Zivilschutzbehörde, am Montag mit. Die Erdstöße hätten weitere Schäden an Gebäuden verursacht und auf der ganzen Insel für Stromausfall gesorgt. Am Sonntag hatten zwei Erdstöße die Insel erschüttert - zunächst wurde am Morgen ein Beben der Stärke 6,5 gemessen, auf das am Abend ein Erdbeben der Stärke 6,9 folgte.

Bei einem schweren Beben am 5. August waren mindestens 460 Menschen getötet und rund 7800 verletzt worden. Mehr als 417 000 Menschen wurden aus ihren Häusern vertrieben. Der Schaden dieses Bebens, das wie der jüngste Erdstoß eine Stärke von 6,9 hatte, übersteigt nach Schätzungen der Behörde voraussichtlich einen Betrag von 500 Millionen US-Dollar (rund 437 Millionen Euro).

Der Sprecher der nationalen Zivilschutzbehörde stellte zudem ein Video ins Internet, in dem ein großes Feuer zu sehen war, das in einem Dorf auf Sumbawa ausgebrochen war. Pramuja zufolge stürzten auch mehrere Bauten am Fuße des Bergs Rinjani ein, die bereits durch die früheren Beben beschädigt gewesen seien. Im Rinjani-Nationalpark, der seit einem Erdbeben Ende Juli geschlossen ist, gab es Erdrutsche.

Patienten aus einem Krankenhaus auf Sumbawa mussten wegen der Schäden am Sonntag in Sicherheit gebracht werden. Auf Lombok mussten ein Dutzend ausländische Gäste aus einem Hotel gebracht werden. Sie wurden nach Angaben von Hotelmitarbeitern gebeten, die Nacht auf dem Parkplatz zu verbringen.

Update vom 19. August 2018: Wieder Erdbeben

Die indonesische Ferieninsel Lombok ist ein weiteres Mal von einem starken Erdbeben der Stärke 6,9 erschüttert worden. Das Epizentrum lag 4,5 Kilometer südlich von Belanting in einer Tiefe von 20 Kilometern, wie die US-Erdbebenwarte USGS am Sonntag mitteilte. Vor zwei Wochen waren auf Lombok bei einem Beben der Stärke 6,9 mehr als 480 Menschen getötet und tausende weitere verletzt worden, seitdem kam die Insel nicht zur Ruhe.

Update vom 18. August 2018: Erneut schweres Erdbeben auf Lombok

7.41 Uhr: Nach dem schweren Erdbeben auf Lombok, das auch auf den Nachbarinseln Sumbawa und Bali zu spüren war, wurde laut Informationen der dpa keine Tsunami-Warnung herausgegeben. Weiterhin gibt es keine Informationen über mögliche Opfer. 

7.20 Uhr: Nur wenige Tage nach den verheerenden Erdbeben auf Lombok hat auf der Ferieninsel erneut die Erde gebebt. Das Erdbeben hatte eine Stärke von 6,3, das Epizentrum lag südwestlich der Stadt Belanting im Osten von Lombok, in einer Tiefe von sieben Kilometer, wie die US-Erdbebenwarte USGS mitteilte. Die indonesische Erdbebenwarte BMKG gab die Stärke am Sonntag mit 6,5 an.
Einwohner berichteten, dass der Erdstoß heftig zu spüren gewesen sei.

Über Opfer liegen momentan noch keine Informationen vor.

Update vom 12. August 2018: Zahl der Toten steigt weiter an

Bei dem schweren Erdbeben auf der indonesischen Ferieninsel Lombok vor einer Woche sind jüngsten Angaben zufolge 392 Menschen getötet worden. Die Zahl werde aber wahrscheinlich weiter steigen, da Rettungskräfte ihre Suche nach Verschütteten fortsetzten, sagte ein Sprecher der nationalen Katastrophenschutzbehörde am Sonntag. Knapp 400.000 Einwohner hätten ihre Häuser verlassen müssen und seien nun in Notunterkünften untergebracht, teilte Sutopo Nugroho weiter mit. Eine Serie von Nachbeben erschwerte die Suche nach Überlebenden.

Rettungskräfte und Hilfsgüter für die Vertriebenen kämen zwar auf der Insel an, sagte Nugroho weiter. Doch gebe es nur wenige Fahrzeuge, um die Hilfe schnell verteilen zu können. Am Samstag hatte er gesagt, es fehle an Zelten, Essen, Decken und anderem für die Überlebenden.

Update vom 9. August 2018: Mehr als 150.000 Menschen nach Erdbeben obdachlos

Ein starkes Nachbeben hat am Donnerstag die indonesische Ferieninsel Lombok erschüttert. Wie die US-Erdbebenwarte USGS mitteilte, handelte es sich um ein Beben der Stärke 5,9 im Nordwesten der Insel. Nach dem Erdbeben am Sonntag (5. August 2018) sind nach Behördenangaben etwa 156.000 Menschen auf Lombok obdachlos.

Überlebender in Moschee-Trümmern entdeckt

Zwei Tage nach dem schweren Erdbeben auf der indonesischen Urlaubsinsel Lombok haben Rettungskräfte aus den Trümmern einer Moschee einen Überlebenden gerettet. Nun hoffe man, dort weitere Überlebende zu finden, schrieb ein Sprecher der nationalen Katastrophenschutzbehörde am Dienstag auf Twitter. Das Erdbeben der Stärke 6,9 hatte vor allem die Nordküste von Lombok am Sonntagabend (Ortszeit) erschüttert, mindestens 105 Menschen kamen nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde ums Leben.

Weitere 236 Menschen wurden den Behördenangaben zufolge verletzt, mehr als 20 000 Einwohner mussten ihre teilweise oder ganz zerstörten Häuser verlassen. Das Erdbeben ereignete sich genau eine Woche, nachdem Lombok bereits von Erdstößen der Starke 6,4 erschüttert worden war. Dabei waren 20 Menschen ums Leben gekommen. Lombok ist eine kleinere Nachbarinsel von Bali.

„Zum Glück konnte jemand aus der eingestürzten Moschee gerettet werden“, schrieb der Sprecher der Katastrophenschutzbehörde, Sutopo Nugroho, auf Twitter. Allerdings rechne seine Behörde mit einer steigenden Zahl der Toten, denn Rettungskräfte erreichten immer mehr betroffene Gegenden. Ein Sprecher der zuständigen Provinzbehörde hatte bereits am Montag im TV-Sender Metro TV von mindestens 142 Toten gesprochen.

Indonesien liegt auf dem Pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone der Erde. Immer wieder bebt dort die Erde, oder es kommt zu Vulkanausbrüchen.

Nach dem verheerenden Erdbeben vor der indonesischen Insel Lombok steigt die Zahl der Todesopfer weiter an. 

Touristen verlassen in Scharen indonesische Erdbeben-Insel

Nach zwei verheerenden Erdbeben innerhalb einer Woche haben Touristen scharenweise versucht, die indonesische Ferieninsel Lombok zu verlassen. "Es gibt einen riesigen Andrang von Menschen, die wegen unbegründeter Gerüchte etwa über einen Tsunami Lombok verlassen wollen", sagte der Leiter der regionalen Tourismusbehörde, Muhammad Faozal, am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. Durch die Beben starben mehr als hundert Menschen, zumeist Indonesier. Die Rettungskräfte setzten ihre Suche nach Überlebenden fort.

Auf den Stränden vorgelagerter kleinerer Inseln warteten hunderte Menschen auf Boote, um die Hauptinsel zu erreichen. Am Flughafen des Ortes Lombok sammelten sich die Reisenden in der Hoffnung, einen Platz in einem Flugzeug zu ergattern.

Fluggesellschaften böten zusätzliche Flüge an und das Personal habe Decken und Essen verteilt, sagte der Chef des Flughafens auf Lombok. "Wir tun unser Bestes, um so viele wie möglich auszufliegen", fügte er hinzu. "Wir können Touristen helfen, zum Flughafen zu kommen, aber wir können ihnen natürlich keine Tickets kaufen", sagte der Tourismus-Beauftragte Faozal.

Am Sonntagabend hatte sich ein Beben der Stärke 6,9 in nur zehn Kilometern Tiefe ereignet und tausende Gebäude auf Lombok zerstört oder beschädigt. Auf den nahe gelegenen Gili-Inseln und auf Bali waren die Erschütterungen ebenfalls deutlich zu spüren. Es gab heftige Nachbeben, darunter einen Erdstoß der Stärke 5,3. Nach neuen Angaben starben mindestens 105 Menschen.

Eine Woche zuvor waren auf Lombok bereits 17 Menschen bei einem Beben der Stärke 6,4 und heftigen Nachbeben ums Leben gekommen. Die indonesischen Behörden schätzen die Zahl der Menschen, die durch die Beben obdachlos wurden, auf mehr als 20.000. Beide Beben trafen den Norden und Osten von Lombok und damit nicht die Haupttouristenorte im Süden und Westen der Insel.

Die Bergungsarbeiten gingen am Dienstag weiter. Einsatzkräfte durchsuchten die Überreste einer Moschee in der Ortschaft Lading-Lading im Norden der Insel. Auf Aufnahmen der Retter war zu sehen, wie sie einen Mann lebend aus den Trümmern ziehen. Beschädigte Straßen und Brücken behinderten die Arbeiten in bergigen, schwer zugänglichen Gebieten.

Hunderte Verletzte wurden vor beschädigten Krankenhäusern im Freien im Hauptort Mataram und in anderen schwer getroffenen Gebieten behandelt. Patienten waren in notdürftig errichteten Krankenstationen in Zelten zu sehen. Ein Krankenhaussprecher hatte am Montag gesagt, es fehle an medizinischem Personal und Medikamenten.

Tödliches Erdbeben - Sind Deutsche auf Lombok betroffen? 

12.41 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat nach dem tödlichen Erdbeben Indonesien ihr Mitgefühl ausgesprochen. Sie habe "mit großer Bestürzung" von dem Beben auf der indonesischen Ferieninsel Lombok erfahren, schrieb Merkel am Montag in einem Kondolenztelegramm an den indonesischen Staatschef Jojo Widodo. Den Angehörigen der Opfer sprach die Kanzlerin ihr "tief empfundenes Beileid" aus und den Verletzten wünschte sie "baldige Genesung".

Das Auswärtige Amt hatte zunächst keine Hinweise auf mögliche deutsche Opfer. Ein Sprecher sagte in Berlin, die Botschaft in Jakarta stehe mit Betroffenen in Kontakt. Bisher habe sie von allen die Rückmeldung erhalten, dass es ihnen gut gehe. Zur genauen Zahl der Deutschen auf Lombok konnte der Sprecher zunächst keine Angaben machen.

Urlauber müssen in Sicherheit gebracht werden

Nachdem schweren Erdbeben auf der indonesischen Ferieninsel Lombok werden hunderte Urlauber von den benachbarten Gili-Inseln in Sicherheit gebracht. 200 Touristen aus dem In- und Ausland seien bereits evakuiert worden, sagte der Sprecher der Katastrophenschutzbehörde, Sutopo Purwo Nugroho, am Montag. Rund 700 weitere Menschen warteten noch auf ihre Evakuierung.

Der Erdstoß war auch auf den Gili-Inseln und auf Bali zu spüren. Auf den Gili-Inseln gab es nach Angaben eines Vertreters der dortigen Rettungskräfte mindestens einen Toten und mehrere Verletzte. Mehrere Hotels wurden beschädigt.

Nach dem schweren Erdbeben warten Touristen auf der Gili-Inseln auf ihre Evakuierung.

Die von Korallenriffen umgebenen Gili-Inseln liegen einige Kilometer vor der Nordwestküste von Lombok. Die drei kleinen Inseln sind vor allem bei Rucksacktouristen und Tauchern beliebt.

Die indonesische Insel Lombok ist bei Urlaubern sehr beliebt.

Tote nach schwerem Erdbeben vor der indonesischen Ferieninsel Lombok

Mehrere hundert Menschen wurden nach Angaben der nationalen Katastrophenschutzbehörde vom Montag verletzt. Das Beben am Sonntagabend hatte eine Stärke von 6,9.

Die meisten Opfer waren durch herabfallende Trümmerteile erschlagen worden. Das Zentrum des Bebens lag rund 18 Kilometer nordöstlich von Lombok in 15 Kilometern Tiefe. Es folgten zahlreiche Nachbeben.

Nach dem zweiten schweren Erdbeben vor der indonesischen Insel Lombok innerhalb einer Woche ist die Zahl der Toten auf mindestens 142 gestiegen.

 

Lombok war erst vor einer Woche von einem Erdbeben erschüttert worden. Dabei wurden 16 Menschen getötet. Außerdem gab es mehr als 350 Verletzte.

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dpa

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