Ausschreitungen bei kultureller Landpartie

Innenminister verurteilt Gewalt in Gorleben

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Foto: Innenminister Boris Pistorius hat den Angriff auf Polizisten bei der kulturellen Landpartie scharf verurteilt.

Gorleben - Nach den Gewaltaktionen in Gorleben am Rande der kulturellen Landpartie hat Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) die Ausschreitungen scharf verurteilt. In der Nacht auf Samstag war es zu Zusammenstößen von bis zu 300 Störern mit Polizisten gekommen.

Ein Beamter wurde durch einen Farbbeutel am Auge getroffen und verletzt. „Das war purer Polizeihass und blinde Zerstörungswut ohne Rücksicht auf Verluste", meinte Pistorius in einer Mitteilung. Die Aktionen hätten nichts mit politischem Protest oder demokratischem Widerstand zu tun.

Die Randalierer hatten nach Polizeiangaben einen Maschendrahtzaun auf gut 150 Meter Länge niedergerissen und Polizeifahrzeuge, Anlagen und technische Einrichtungen beschädigt. In der Nacht hätten Störer Polizeibeamte massiv mit Pyrotechnik angegriffen und mehrere Feuer im angrenzenden Wald gelegt. Verletzt wurde niemand. Die Polizei leitete verschiedene Verfahren wegen Landfriedensbruchs, gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung ein.

Nach Behördenangaben hatten zuvor rund 2000 Menschen ein friedliches Happening gefeiert. Die Veranstalter distanzierten sich von den Störungen. Es sei ganz bewusst mit Pyrotechnik auf die Polizei geschossen wurden, um diese Frauen und Männer schwer zu verletzen, kritisierte Pistorius. Es sei unglaublich, dass dies aus einer Gruppe erfolgt sei, in der sich sogar Kinder befunden hätten. Die Polizei werde genau untersuchen, wer hinter der sehr gut organisierten Gewaltorgie stecke.

dpa

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