Co-Pilot der Germanwings-Unglücksmaschine

Insolvenz-Verfahren gegen Andreas Lubitz

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Foto: Die Aufnahme zeigt Andreas Lubitz 2009 bei einem 10-Meilen-Lauf in Hamburg.

Montabaur - War Andreas Lubitz verschuldet? Gegen den Co-Piloten des Germanwings-Fluges 4U9525 ist ein Insolvenzverfahren eröffnet worden. Gläubiger können sich nun melden. Lubitz hatte im März 149 Menschen mit in den Tod gerissen.

Das Insolvenzverfahren wurde am vergangenen Montag eröffnet (Aktenzeichen: 14 IN 133/15). Einen Tag später veröffentlichte das Amtsgericht Montabaur die Bekanntmachung. Gläubiger können bis zum 24. August ihre Forderungen anmelden. Weitere Details wie die Summen, um die es geht, wurden noch nicht bekannt. Montabaur (Rheinland-Pfalz) war der letzte Wohnort von Lubitz.

Der 27-Jährige war am 24. März der Co-Pilot des Germanwings-Fluges 4U9525 gewesen. Die Maschine stürzte auf dem Flug von Barcelona nach Düsseldorf in den französischen Alpen ab. Nach der Auswertung der Flugschreiber gehen die Ermittler davon aus, dass Lubitz den Airbus A320 Maschine absichtlich abstürzen ließ. Insgesamt starben 150 Menschen.

Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, handelt es sich um ein "Nachlass-Insolvenzverfahren". Demnach wird der Nachlass des Verstorbenen vom Vermögen der Erben getrennt. Auf diese Weise würden sich die Nachkommen schützen – sie würden keine Schulden und auch keine Forderungen erben, berichtet die Zeitung.

"Zu diesem Schritt sollte man Mandanten raten, wenn die Gefahr der Überschuldung besteht", sagte Notar und Erbrecht-Fachanwalt Roland Schiller der "Bild". Die Erben des Co-Piloten könnten dadurch auch nicht für mögliche Schadenersatzansprüche von Hinterbliebenen haftbar gemacht werden.

wer

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