Verurteilung

Elf Jahre Haft wegen tödlicher Schüsse auf Ex-Freundin

Osnabrück - Wegen tödlicher Schüsse auf seine Ex-Freundin hat das Osnabrücker Landgericht einen 69-Jährigen zu einer Freiheitsstrafe von elf Jahren verurteilt. Das Gericht sah es am Freitag als erwiesen an, dass der alkoholabhängige Mann im August vergangenen Jahres sein 55 Jahre altes Opfer vor ihrer Haustür im emsländischen Salzbergen gezielt erschossen hatte. Der Mann wurde wegen Totschlags verurteilt.

Die Frau lag schwer verletzt noch rund vier Monate auf der Intensivstation der Uniklinik Münster und starb Ende Dezember 2012. Die 55-Jährige wollte die Beziehung beenden. Der 69-Jährige wollte das nicht akzeptieren.

Von der ursprünglichen Mordanklage war die Staatsanwaltschaft im Plädoyer abgerückt. Der Angeklagte habe nicht heimtückisch gehandelt. Auch das Gericht stellte fest, dass die 55-Jährige mit einem Angriff des Angeklagten gerechnet haben könnte und daher nicht von ihm überrascht wurde.

Der Anwalt des Angeklagten hatte auf fahrlässige Tötung mit maximal fünf Jahren Gefängnis plädiert. Seiner Ansicht nach hatte sich der tödliche Schuss zufällig bei einer Rangelei vor der Haustür gelöst. Nach Auffassung des Gerichts hatte der 69-Jährige aber absichtlich auf die Brust des Opfers gezielt, nachdem die Frau ihn kurz zuvor getreten hatte.

Dass er den Revolver aber schon mit der Absicht mitgebracht hatte, sie umzubringen, sei nicht zu beweisen. Es sei nicht auszuschließen, dass er mit der Waffe seine frühere Freundin nur zu einem Gespräch nötigen wollte, sagte der Richter.

dpa

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