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Prozess um Johnny Depp und Amber Heard: Schauspielerin wehrt sich gegen Depp-Urteil

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Von: Helena Gries

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Amber Heard will einen neuen Prozess. Die Schauspielerin argumentiert mit Problemen mit der Jury, rechtlichen Argumenten und Strafen, die Johnny Depp zugesprochen wurden.

Fairfax/Virginia – Die US-amerikanischen Schauspieler Amber Heard und Johnny Depp lieferten sich eine bittere Schlacht. In Virginia standen sich die ehemaligen Eheleute vor Gericht gegenüber. Heard hatte Depp häusliche Gewalt vorgeworfen, er ihr im Gegenzug Verleumdung. Zu Beginn des Prozesses sprachen die Anwälte der beiden Hollywood-Stars von Lügen und Gewalt. Am Ende ging Johnny Depp aus dem Prozess als großer Gewinner hervor, seine Ex-Frau soll ihm 15 Millionen Dollar Straf- und Schadensersatz zahlen.

Am 1. Juni hatte eine Jury die Schauspielerin schließlich für schuldig befunden. Sie soll ihren Ex-Mann Johnny Depp 2018 mit einem Artikel in der Washington Post verleumdet haben. Amber Heard will die Entscheidung allerdings anfechten. Sie hatte offiziell verkündet, dass sie im Verleumdungsprozess Berufung einlegen will. Nun besteht die 36-Jährige auf einem neuen Prozess, da es Probleme mit der Jury gegeben haben soll. Erst kürzlich hatte sich die Schauspielerin nach der Niederlage im Prozess gegen ihren Ex-Mann Johnny Depp über Sensationslust in den sozialen Medien beklagt.

Prozess um Johnny Depp und Amber Heard: Urteil sei nicht gültig

Wie es in einem Bericht der britischen Internet-Zeitung The Independent heißt, soll das Anwaltsteam von Heard vor dem Gericht in Virginia am Freitag (01. Juli) argumentiert haben, das Urteil sei nicht gültig, da es eine Reihe von Problemen geben würde. Unter anderem wird eine schlechte rechtliche Begründung, eine nicht ordnungsgemäß überprüfte Jury und übermäßig zugesprochener Schadensersatz angeführt.

US-Schauspielerin Amber Heard wartet vor der Verlesung des Urteils im Fairfax County Circuit Courthouse.
Die US-amerikanische Schauspielerin Amber Heard will einen neuen Prozess. Sie argumentiert mit Problemen mit der Jury, rechtlichen Argumenten und Strafen, die Johnny Depp zugesprochen wurden. © Evelyn Hockstein/dpa

Medienberichten zufolge soll die Anwältin von Amber Heard, Elaine Bredehoft, in den Gerichtsdokumenten vom Freitag gesagt haben, der Fall beruhe auf einer fehlerhaften Rechtslogik und argumentierte, dass die Behauptungen von Johnny Depp „ausschließlich auf einer Verleumdung durch Implikationstheorie beruhten und alle Behauptungen aufgaben, dass die Aussagen von Frau Heard tatsächlich falsch waren“. Es sei ein Antrag gestellt worden, welcher einen neuen Prozess, ein neues Urteil oder eine Abweisung der Beschwerde von Depp insgesamt fordert. (hg)

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