Badeunfälle trüben Urlaubsstimmung

Junge und Kajakfahrer an der Ostsee vermisst

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Foto: Mit einer Menschenkette wird in der Ostsee vor Warnemünde (Mecklenburg-Vorpommern) ein elfjähriger Junge gesucht.

Warnemünde - Die Sommertemperaturen locken Urlauber an die Küsten. Doch Baden und Wassersport haben ihre Tücken. Ein Kajakfahrer und ein Junge werden gesucht. Rettungsschwimmer mahnen zur Vorsicht.

Wasser- und Badeunfälle überschatten die Urlaubstimmung an der Ostseeküste und auf den Inseln Rügen und Usedom. Rettungskräfte suchten am Mittwoch intensiv nach einem elfjährigen Jungen, der nach dem Baden am Strand von Warnemünde vermisst wird. Auf Rügen wird schon seit Dienstag ein Kajakfahrer vermisst. Auch an einem Baggersee bei Pinnow (Mecklenburg-Vorpommern) ist ein 30-jähriger Mann verschwunden. Bis zum Mittwochabend gab es keine Spur von dem 11-Jährigen, der nachmittags zum Baden ging. Feuerwehr, Rettungskräfte, Taucher und ein Seenotkreuzer waren vor Warnemünde im Einsatz, auch Freiwillige halfen bei der Suche. Das Kind war am Nachmittag mit drei gleichaltrigen Kindern an der Mole ins Wasser gegangen - bei starkem Wind und hohem Wellengang. Während die anderen Kinder aus dem Wasser gekommen seien, fehlte von dem Jungen jede Spur, teilte die Polizei Rostock mit. Seine Mutter werde psychologisch betreut.

Auf dem Großen Jasmunder Bodden war ein 48-jähriger Urlauber aus Niedersachsen während einer Paddeltour ins Wasser gefallen. Rettungskräfte brachen am Mittwoch die Suche nach dem Familienvater ergebnislos ab. "Wir haben das Boot abgezogen. Die Suche war negativ", sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei Sassnitz. Auf Usedom war am Dienstag ein 72 Jahre alter Urlauber aus Radeburg (Sachsen) beim Baden gestorben - zwei Tage nach dem tragischen Badetod eines neunjährigen Jungen. Der Mann war am Strand von Trassenheide alleine ins Wasser gegangen und hinausgeschwommen. Vier Menschen zogen ihn aus dem Wasser. Rettungskräfte konnten ihn nicht mehr wiederbeleben. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) empfiehlt Badenden, sich zuvor mit den Besonderheiten des Gewässers vertraut zu machen und die Baderegeln zu beherzigen. Buhnen und Seebrücken sollten wegen der veränderten Strömungsverhältnisse gemieden werden. "Wer längere Strecken schwimmen will, sollte das parallel zur Küste tun", sagte die DLRG-Einsatzleiterin von Mecklenburg-Vorpommern, Mai Bartsch. Sie blieben damit im Blickfeld der Rettungsschwimmer.

dpa

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