Großeinsatz im Allgäu

Junge soll allein ins Heim laufen und geht verloren

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Foto: Ein Heimkind verirrte sich auf dem Weg zu seinem Erziehungsheim in einem Wald. Sein Betreuer hatte ihn fünf Kilometer dem Heim ausgesetzt.

Weitnau - Mit der Bestrafung eines 13-jährigen Heimkindes hat ein Erzieher im Allgäu einen Großeinsatz von Feuerwehr und Bergwacht ausgelöst. Nach Angaben der Polizei in Kempten hatte der Mann den Jungen bei einer Ausflugsfahrt fünf Kilometer vor dem Ort Weitnau aus dem Bus aussteigen lassen. Den Rest sollte der Junge zu Fuß laufen.

Dabei verirrte der sich jedoch in einem Wald. In der Samstagnacht meldete der Betreuer den Jungen dann als vermisst. 75 Feuerwehrleute, Bergwacht-Mitarbeiter und Polizisten waren anschließend mit Spürhunden unterwegs, bis ein Trupp ihn nach Mitternacht fand.

Die Polizei ermittelt nun gegen den 53-jährigen Betreuer wegen Verletzung der Aufsichtspflicht.

dpa

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