Evakuierungen angeordnet

Kalifornien kämpft gegen die Flammen

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Foto: Erneute Brände in Kalifornien sorgen derzeit für enorme Schäden.

Washington - Hitze, Wind, Trockenheit: Für einen Flächenbrand wie derzeit in Kalifornien sind das ideale Bedingungen. Hunderte Feuerwehrleute kämpfen dort gegen die Flammen, Einwohner fürchten um ihre Häuser. Im mittleren Westen schneit es dagegen wie wild.

Flucht vor den Flammen in Kalifornien: Schnell um sich greifende Buschbrände haben im Süden des US-Bundesstaates Hunderte Einwohner aus ihren Häusern vertrieben. Besonders betroffen war nach Medienberichten vom Donnerstagabend (Ortszeit) der Landkreis Ventura County nordwestlich von Los Angeles, wo sich die Flammen auf rund 3000 Hektar ausbreiteten und mehrere Tausend Häuser bedrohten. Mindestens 15 Gebäude seien beschädigt worden. Mehr als 900 Feuerwehrleute kämpften gegen die bis zu zehn Meter hohen Flammen, berichtete der Fernsehsender KTLA. Die Brandursache ist unbekannt.

Begünstigt wurden die Feuersbrünste von starkem Wind, großer Hitze und Trockenheit. Bei rund 35 Grad fachten die sogenannten Santa-Ana- Winde mit Böen von etwa 90 Stundenkilometern die Feuer immer wieder an. „Ich öffnete die Haustür, und der ganze Berg stand in Flammen“, erzählte der 82-jährige Paul Doebler der "Los Angeles Times". Er und seine zwei Jahre jüngere Frau mussten wie Hunderte andere ihr Haus verlassen. Das Rote Kreuz habe Notunterkünfte eingerichtet, hieß es.

Auch ein Campus der California State University mit rund 5000 Studenten sei evakuiert worden. Der berühmte Pacific Coast Highway musste wegen des Brandes ebenfalls zwischenzeitlich gesperrt werden.

Wegen des starken Windes wurde der Einsatz von Löschflugzeugen unterbrochen. Kleinere Lösch-Hubschrauber und die Feuerwehrleute am Boden arbeiteten jedoch weiter. „Es ist ein heißer, gefährlicher und schmutziger Job“, sagte der Sprecher der Feuerwehr von Ventura County, Bill Nash. Bis zum Donnerstagabend (Ortszeit) konnten nur etwa zehn Prozent des Brandes unter Kontrolle gebracht werden. Auch andere Gegenden Kaliforniens hatten mit Feuern zu kämpfen, etwa die Landkreise Riverside und Tehama.

Ein ganz anderes Bild bot dagegen der mittlere Westen der USA: Dort kam es bei einem großen Schneesturm zu Stromausfällen. Wie der Wetterdienst in La Crosse (Wisconsin) mitteilte, wurden in der Stadt Dodge Center (Minnesota) fast 40 Zentimeter Neuschnee gemessen.

dpa

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