Kampf den Kothaufen

Mit Kameras gegen gewissenlose Hundebesitzer

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Der Kampf gegen die Hinterlassenschaften von Vierbeinern macht vielen Gemeinden zu schaffen.

Paris - Im Kampf gegen lästigen Hundekot auf der Straße greift eine Vorstadt von Paris zu drastischen Mitteln. Um Herrchen und Frauchen zur Mitnahme der Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner zu bewegen, nutzt die Verwaltung von Montereau-Fault-Yonne künftig das Videoüberwachungssystem.

Mit Hilfe der rund 60 Kameras soll die Gemeindepolizei Hundehalter mit mangelndem Bürgersinn identifizieren und verwarnen. Beim zweiten Vergehen werden 35 Euro Bußgeld fällig. "Wir haben über Plakate und Tütenspender in die Prävention investiert. Es funktioniert nicht", begründete Bürgermeister Yves Jégo am Montag in der Tageszeitung "Le Parisien" den ungewöhnlichen Schritt. Seinen Angaben zufolge laufen in Montereau-Fault-Yonne täglich Kinder auf dem Schulweg in Hundekot. 200 000 Euro im Jahr soll die Beseitigung der tierischen Exkremente kosten.

Gleichzeitig betonte der Bürgermeister, dass die Videoüberwachung natürlich nie extra für die Hundebesitzer-Überwachung installiert worden wäre. "Ich nutze die Technik, um eine saubere Stadt zu bekommen", sagte Jégo. Rechtliche Probleme sieht er nicht. Die zuständigen Aufsichtsbehörde habe bereits grünes Licht für die ungewöhnliche Nutzung der Kameras gegeben, erklärte er.

dpa

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