Panne im Regionalzug

Klo kaputt? Nehmen Sie eine Flasche!

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Foto: Anstatt seinen toilettenlosen Zug aus dem Verkehr zu ziehen, griff ein Bahnführer in Nordrhein-Westfahlen zu einer seltsamen Alternative.

Düsseldorf - „Wer eine Flasche bei sich hat, kann durchgehen in den letzten Waggon.“ Weil die Zugtoiletten ausgefallen waren, empfahl der Zugbegleiter eines DB-Regionalzuges von Köln nach Hamm den Reisenden, sich in eine Flasche zu erleichtern.

Der Zugbegleiter sei damit der Bitte einer Lehrerin gefolgt, die mit 100 Schülern in dem Zug unterwegs gewesen sei, sagte ein Bahnsprecher in Düsseldorf nach einem Bericht der „Neuen Westfälischen“.

Dem Bericht einer Mitreisenden zufolge hatte der Zugbegleiter die Reisenden erst darauf aufmerksam gemacht, dass alle Zugtoiletten defekt seien und dann gesagt: "Wer eine Flasche bei sich hat, kann durchgehen in den letzten Waggon."

Der Bahn-Sprecher bezeichnete den Vorfall, der sich bereits am 6. Juli ereignete und erst jetzt bekannt wurde, als "ärgerlich und sicherlich nicht glücklich". Er entschuldigte sich bei den Reisenden für die defekten Toiletten und "die missverständliche Durchsage". Es komme zwar "nicht selten" vor, dass Zugtoiletten ausfielen, dass aber alle Toiletten eines Zuges ausfielen, bezeichnete er als "Ausnahme". Bis zum Bahnhof Köln habe zumindest eine der vier Zugtoiletten noch funktioniert, die vierte sei erst danach ausgefallen.

Der Zugbegleiter hätte, so der Bahnsprecher, in einem solchen Fall entweder den Zug aus dem Verkehr ziehen müssen oder den Zug an einem Bahnhof anhalten lassen müssen, der über eine Toilettenanlage verfüge. Dort hätten dann die Reisenden die Toilette aufsuchen können.Mittlerweile hat sich die Deutsche Bahn für die missverständliche Durchsage in dem Regionalzug ohne funktionierende Toilette entschuldigt.

dpa

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