Nach Trennung von Tom Cruise

Katie Holmes erfindet sich neu

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Der Bund der Ehe ist gelöst, der ewig Grinsende verschwindet langsam aus dem Leben von Katie Holmes.

Washington - Die Noch-Ehefrau von Filmstar Tom Cruise verliert offenbar keine Zeit, ihr neues Leben zu ordnen. Kirche, Mode und natürlich Suri - das sind die Schwerpunkte im Leben von Katie Holmes.

Mit ihrer Tochter Suri hatte Holmes im Juni die gemeinsame Wohnung mit Tom Cruise verlassen und in New York ein neues Apartment bezogen. Die Sechsjährige soll nach den Sommerferien eine katholische Vorschule besuchen.

Die Pfarrgemeinde St. Francis Xavier genießt in katholischen Kreisen an der Ostküste einen speziellen Ruf. Zum einen ist da das prachtvolle Gotteshaus, das gerade erst saniert worden ist und trotz der scheinbar allmächtigen Wolkenkratzer in Manhattan eine architektonische Besonderheit bleibt. Zum anderen fühlen sich viele Katholiken durch das aktive und tolerante Gemeindeleben angezogen, das sich stillschweigend auch homosexuellen Paaren öffnet. Dass Katie Holmes ausgerechnet hier ein neues geistliches Zuhause sucht, dürfte daher kein Zufall sein, hatte sie sich zu Beginn ihrer Ehe doch zunächst auf die Scientology-Sekte eingelassen, in der Tom Cruise eine führende Rolle spielt. Wie es heißt, empfangen ihre neuen Glaubensschwestern und -brüder Holmes mit offenen Armen: „Wir freuen uns auf ihren ersten Besuch“, sagte eine Chorsängerin der „Huffington Post“.

Der Neuanfang beschränkt sich allerdings keineswegs auf das geistliche Leben. Auf den zweiten Blick erweckt Holmes eher den Eindruck, einer sehr genau kalkulierten Strategie zu folgen: Die Trennungsmodalitäten wurden in einem Rekordtempo erledigt. Fast täglich präsentiert sie sich in Manhattan gemeinsam mit ihrer Tochter den Fotografen - sicherlich auch, um in dem gerichtlichen Scheidungsverfahren den öffentlichen Druck aufrechtzuerhalten. Anfang August ist die Schauspielerin dann in einer neuen Rolle zu sehen: In der nächsten Ausgabe der Frauenzeitschrift „Elle“ präsentiert sie die jüngste Kollektion ihrer eigenen Modefirma und plaudert munter über „meine neue Lebensphase“. Wenn man bedenkt, dass Hochglanzmagazine dieser Art mehrere Wochen im Voraus produziert werden, liegen ihre privaten Trennungspläne offenbar schon länger zurück. Es passt ins Bild, dass sie Cruises Adoptivtochter Isabella, die in Homles’ Unternehmen beschäftigt war, bereits im Mai auf die Straße setzte.

2008 hatte sie das Modelabel „Holmes & Yang“ gegründet, bei der „Fashion Week“ an ihrem neuen New Yorker Wohnort will sie im Herbst eine erste Kollektion zeigen - sicherlich ein großer Schritt, um aus dem Schatten des Filmstars Cruise herauszutreten. Cruises Rechtsanwälte betonen, dass Scientology in dieser privaten Auseinandersetzung des prominenten Paares keine Rolle spielt. Journalisten aus New York und Los Angeles zitieren dagegen Verwandte von Holmes, die fest davon ausgehen, dass die 33-Jährige von der umstrittenen Sekte zügig Abstand gewinnen will - vor allem auch, um Tochter Suri vor diesem Umfeld zu schützen. Cruises vorhergehende Ehefrau Nicole Kidman dürfte ihr dabei ein warnendes Beispiel sein: Bei ihrer Scheidung 2001 ging das Sorgerecht für die Adoptivkinder Isabella und Connor vollständig an den Ehemann.

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