Volle Autobahnen möglich

Kein Feiertagswetter an Pfingsten

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Foto: Der Biergarten wird wohl geschlossen bleiben am Pfingstwochenende: Meterologen erwarten durchwachsenes Wetter.

Offenbach - Zu Pfingsten bei Dauerregen im Stau? Am Feiertagswochenende dominieren fast in ganz Deutschland die grauen Wolken. Der ADAC warnt vor vollen Autobahnen.

Kein Feiertagswetter: Zu Pfingsten wird es in fast ganz Deutschland verregnet. Nur ganz im Osten und im Südosten wird es wohl längere Regenpausen geben. Ansonsten dominieren graue Wolken: „Die entscheidende Frage für das Pfingstwetter ist nicht ob, sondern nur wann, wie viel und wie lange es regnet“, sagte Meteorologe Helmut Malewski vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach am Freitag. Zum Start ins lange Wochenende muss zudem deutschlandweit mit Staus und stockendem Verkehr gerechnet werden.

Besonders auf den Autobahnen zur Nord- und Ostsee sowie in Richtung Süden werde viel los sein, teilte der ADAC am Freitag in München mit. Eng werde es auch in den Großräumen Hamburg, Berlin, Frankfurt, Stuttgart und München. In Bayern und Baden-Württemberg beginnen an diesem Wochenende die zweiwöchigen Pfingstferien. Am Pfingstmontag gibt es laut Autoclub bereits wieder den ersten Rückreiseverkehr.

An den Feiertagen gibt es auch im zuletzt so sonnenverwöhnten Osten schlechteres Wetter. Die Tiefdruckgebiete, die in den vergangenen Tagen vor allem den Westen mit Wolken versorgten, dringen nach Osten vor. Damit ist es dort vorerst vorbei mit ungetrübtem blauem Himmel. Aber zumindest bleibt es deutlich wärmer als im Westen, wo die 20 Grad-Marke nicht überschritten wird. „Bei länger andauerndem Regen sind Höchsttemperaturen von mehr als 15 Grad nicht zu erreichen“, sagte Malewski. Ganz im Osten zeige sich die Sonne häufiger, und dort seien auch Werte bis 24 Grad möglich.

In den bayerischen Alpen liegt dagegen in manchen Regionen noch reichlich Schnee. Wer in die Berge will, sollte seine Tour gut planen und nicht zu hoch hinaus. „In den höheren Lagen herrschen winterliche Verhältnisse. Am Allgäuer Hauptkamm liegt örtlich noch über einen Meter Schnee“, sagte Moritz Zobel, Alpinberater in Oberstdorf.

Auch Jochen Brune von der Alpinen Auskunft des DAV in München rät zu einer der Jahreszeit angepassten Ausrüstung. „In der Sonne ist es zum Teil schon recht warm. Wenn die Sonne weg ist, kann es aber empfindlich kalt werden.“ Handschuhe und Mütze sollten daher in keinem Wanderrucksack fehlen.

Wichtig sei aber vor allem, den richtigen Weg zu wählen. Schattenseitig und im Wald müsse ab etwa 1600 Meter mit Schnee gerechnet werden. An manchen Stellen seien auch noch darunter erhebliche Altschneereste möglich.

Der lange und kalte Winter macht den Erdbeerbauern in Deutschland zu schaffen. Die Ernte beginne in diesem Jahr etwas später als im normalen Durchschnitt, sagte Hans-Dieter Stallknecht vom Deutschen Bauernverband am Freitag. Während im Südwesten Deutschlands bereits geerntet werde, bräuchten die Erdbeeren im Norden noch ein paar Tage.

dpa

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