Ministerium gibt Entwarnung

Keine Antibiotika-Rückstände in Milch gefunden

+
Die betroffenen Betriebe können wieder Milch liefern. In den Proben sind keine Antibiotika-Rückstände gefunden worden.

Hannover - Der Verdacht auf Antibiotika-Rückstände in Milch hat sich auf drei Höfen in der Grafschaft Bentheim im Westen Niedersachsens nicht bestätigt. Alle Proben seien unauffällig gewesen, teilte das niedersächsische Landwirtschaftsministerium am Montag in Hannover mit.

„Die Betriebe können die Milch ab sofort wieder an ihre Molkereien liefern“, sagte Ministeriumssprecherin Natascha Manski. Am Wochenende war bekanntgeworden, dass ein niederländischer Futtermittelhersteller auch nach Niedersachsen Futtermittel geliefert haben soll, die mit dem in der EU seit 1995 verbotenen Antibiotikum Furazolidon verunreinigt gewesen sein sollen.

Die Ergebnisse der Futtermitteluntersuchungen liegen im Gegensatz zu den Milchuntersuchungen noch nicht vor. Sie werden frühestens Ende der Woche erwartet. Erst dann wird klar sein, ob die Tiere von den drei Höfen auch wieder geschlachtet und ihr Fleisch verkauft werden darf. Nach dem aktuellen Kenntnisstand wurden neun Unternehmen in Niedersachsen von dem niederländischen Betrieb beliefert, in sechs Fällen handelte es sich um Biogasanlagen.

In Nordrhein-Westfalen war kontaminiertes Futter auf elf Höfen an Schweine verfüttert worden. Die Behörden konnten dort nicht ausschließen, dass das Fleisch von betroffenen Tieren bereits in den Handel gelangte. Die elf betroffenen Betriebe waren bereits Mitte Juli gesperrt worden, inzwischen sind die meisten wieder freigegeben.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare