Ausspähen von Bankdaten lässt nach

Keine Chance dem Skimming

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Foto: Skimming-Attacken werden in Niedersachsen immer seltener.

Hannover - In Niedersachsen ist das Ausspähen von Bankdaten um über 50 Prozent gesunken. Im vergangenen Jahr war ein Schaden von mehr als einer Million Euro durch das sogenannte Skimming verursacht worden.

Das Ausspähen von Bankdaten durch Kriminelle ist in Niedersachsen stark rückläufig. Die Zahl der Fälle sank 2012 im Vergleich zum Vorjahr um 53,6 Prozent, teilte das Landeskriminalamt (LKA) in Hannover mit. Bundesweit betrug der Rückgang nur 27,5 Prozent. Gründe für die kräftig sinkende Fallzahl in Niedersachsen sei die erfolgreiche Strafverfolgung durch die Polizei und ein Ausweichen der Täter auf benachbarte Bundesländer. Dort gab es einen eher unterdurchschnittlichen Rückgang der Zahlen. Der durch das sogenannte Skimming verursachte Schaden betrug in Niedersachsen 2012 mehr als eine Million Euro.

Hauptsächlich wurden in Niedersachsen Geldautomaten der Banken mit einem Anteil von 61,5 Prozent angegangen. Manipulationen von Bankkartenlesegeräten an den Kassen des Einzelhandels machten einen Anteil von rund 27 Prozent der Fälle aus, so das LKA. Bau- und Gartenmärkte wurden bevorzugt. Als Tatverdächtige gerieten dabei Personengruppen aus Südosteuropa in den Fokus.

Weil die Banken in Deutschland ihre Sicherheitsvorkehrungen erhöht haben, probieren die Betrüger mit den mit Hilfe der ausgespähten Daten angefertigten Karten-Doubletten, vom Ausland aus deutsche Konten leerzuräumen. Die Bankkunden erhalten die Schäden in aller Regel ersetzt. Die Banken selber bekommen den Verlust über einen Fonds zurück, in den sie auch selber einzahlen.

dpa

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