Hund erschossen

Keine Ermittlungen gegen Polizisten

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Ein Rhodesian Ridgeback spielt am Strand. In Berlin wurde ein Ridgeback erschossen, nachdem er auf einen Polizisten zugelaufen war.

Berlin - Nach dem tödlichen Schuss auf einen Hund im Berliner Volkspark Humdboldthain muss der Polizist zunächst keine strafrechtlichen Ermittlungen fürchten. Das teilten sowohl Polizei als auch Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit.

Der Beamte hatte am Montag einen Rhodesian Ridgeback mit seiner Dienstwaffe erschossen, nachdem er den vom Besitzer engagierten Hundesitter aufgefordert hatte, seine beiden Hunde angesichts des Leinenzwangs anzuleinen. Der Hundesitter (25) soll nach bisherigen Erkenntnissen zunächst dem Cocker Spaniel eine Leine angelegt haben. Der ausgewachsene Rhodesian Ridgeback sei dabei auf den Polizisten zugerannt.Der Beamte habe sich angegriffen gefühlt und deshalb aus Notwehr gehandelt. "Der Hund ist ja nicht erschossen worden, weil er nicht angeleint war", betonte einPolizeisprecher.

Der Hundebesitzer meldete sich nach dem Vorfall seinerseits bei Facebook zu Wort und beschrieb den Rüden Danti als "liebevoll und menschenfreundlich". Er stellte auch ein Video online, auf dem der Hund spielend am Strand zu sehen ist. Das hatte zu emotionalen Reaktionen geführt. Wie die "B.Z." berichtete, hielten am Dienstag mehrere Menschen im Humboldthain eine Mahnwache für Danti ab.

Wie die "B.Z." berichtet, gab es in Berlin in den letzten Jahren einige Fälle, in denen Polizisten Hunde erschossen. Die aktuellsten Zahlen stammen aus dem ersten Halbjahr 2014. Wie aus einer schriftlichen Anfrage vom 31. Juli 2014 an das Abgeordnetenhaus hervorgeht, wurden in diesem Zeitraum insgesamt 18 Tiere von Polizeibeamten erschossen, darunter zwei Hunde. Die anderen getöteten Tiere waren meist Wildtiere wie Wildschweine oder Waschbären.

dpa/so

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