Nach Einschlag in Kinderzimmer

Keine Starts von Forschungsraketen mehr

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Braunschweig - Der Einschlag einer Forschungsrakete in einem Kinderzimmer in Leiferde (Kreis Gifhorn) hat Konsequenzen: Studenten dürfen vorerst keine weiteren Starts mehr durchführen.

Studenten der TU Braunschweig müssen sich einen neuen Startplatz für ihre Forschungsraketen suchen. Nachdem vor knapp zwei Wochen eine „Mephisto"-Rakete in ein Wohnhaus eingeschlagen war und ein Kinderzimmer verwüstet hatte, zieht die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr nun die Genehmigung für die Starts in Hillerse bei Leiferde zurück. „Wir müssen die Reißleine ziehen," sagt der Leiter der Landesbehörde, Bernd Mühlnickel. „Wir sind schließlich gemeinsam mit der Deutschen Flugsicherung für die Sicherheit bei solchen Starts verantwortlich."

Die Studenten der TU, die in der AG Experimental-Raumfahrt Raketen entwickeln und bauen, hatten bisher für Flüge bis 1000 Meter Höhe eine Dauergenehmigung, bis 1300 Meter waren Einzelgenehmigungen notwendig. Bislang habe bei den Starts ein Sicherheitsradius von 950 Metern ausgereicht, sagt Mühlnickel. „In Zukunft müssen wir diesen Radius wahrscheinlich erweitern." Bevor er detaillierte Konsequenzen nennt, will Mühlnickel aber die Ursachenanalyse abwarten. Er glaube allerdings nicht, dass vom Flugplatz in Hillerse in Zukunft noch Forschungsraketen starten werden.

Die TU Braunschweig hält nach Aussage ihrer Sprecherin Elisabeth Hoffmann an der Arbeit der AG fest. Die Universität suche in enger Abstimmung mit der Genehmigungsbehörde einen neuen Startplatz. „Wir sind an einem Höchstmaß an Sicherheit interessiert", sagt Hoffmann.

Eine Forschungsrakete von Studenten der Hochschule war vor gut zwei Wochen über einem Wohngebiet in Leiferde abgestürzt und verwüstete ein Kinderzimmer.

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