Weltspieltag

Kinder haben ein Recht auf Spielen

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Zeit zum Spielen bleibt bei vielen Kindern auf der Strecke.

Berlin - Raus in die Natur, auf den Spielplatz, auf die Straße – Kinder sollen spielen, und zwar selbstbestimmt. Doch viele haben dafür neben Schule und anderen Terminen keine Zeit. Oder keinen Platz. Am Weltspieltag wird auf das "Recht auf Spiel" hingewiesen.

Spielen und Toben in der Fußgängerzone? Normalerweise eher unüblich, doch am Weltspieltag ausdrücklich erwünscht. Mit dem Tag möchten das Deutsche Kinderhilfswerk und seine Partner darauf aufmerksam machen, dass sich die Möglichkeiten zum selbstbestimmten Spiel für Kinder immer mehr einschränken. In mehreren deutschen Städten sind zum Weltspieltag am 28. Mai Aktionen geplant,Der Tag wird in Deutschland bereits zum siebten Mal gefeiert.

"Für Kinder ist das selbstständige Erkundern der häuslichen Umgebung oder ein gefahrloses Spielen schwieriger geworden", teilte das Kinderhilfswerk mit. Auch das selbstbestimmte Spielen in der Natur sei weniger geworden. "Kinder wachsen heute in viel stärkerem Maß unter den wachsamen Augen von Erwachsenen auf." Durch die Reglementierungen gehe den Jungen und Mädchen ein wichtiges Stück ihrer Kindheit verloren. Je älter die Kinder werden, desto voller auch die Terminkalender. Zeit zum Spielen bleibe dann häufig auf der Strecke.

Gerade in Städten gibt es kaum Möglichkeiten zum Spielen und Toben in der Natur. Hier sind Spielplätze umso wichtiger, betonten die Betreiber der Plattform Spielplatztreff.de anlässlich des Weltspieltags in einer Mitteilung. "Gerade in dicht bebauten Gegenden sind Spielplätze häufig der einzige Ort, an dem sich Kinder draußen ungestört aufhalten und selbstbestimmt spielen können."

dpa

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