Streit um Inszenierung im Landkreis Stade

Kleines Jorker Theater gerät in Konflikt mit Disney-Konzern

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Foto: Ein weltweit erfolgreiches Unternehmen fürchtet um seine Urheberrechte: Der US Disneykonzern.

Stade - David gegen Goliath: Der große US-Disneykonzern will das Weihnachtsmärchen der Kleinen Jorker Bühne im Alten Land verhindern. Aber vielleicht gibt es ja doch noch ein Happy End.

Die Kostüme sind fast fertig geschneidert, der Text schon gelernt, Karten bereits verkauft. Die zumeist jungen Darsteller des Laientheaters Kleine Jorker Bühne, der Jüngste wird bald fünf Jahre alt, haben sich auf die Aufführung ihres Weihnachtsmärchens gefreut.

Und dann das: Der US-Konzern Disney Enterprises hat die Inszenierung des Stückes „Magic Nanny“ dem Theater in Jork (Landkreis Stade) verboten. Durch die Aufführung würden Disneys geistige Eigentumsrechte verletzt, hieß es.

Um einen bevorstehenden Rechtsstreit zu vermeiden, habe man erstmals nach 32 Jahren das traditionelle Weihnachtstheater absagen müssen, sagte Erik Ahrens, Vorsitzender der Bühne. „Die Kinder waren geschockt.“ Das Theater hatte sich ordnungsgemäß die Rechte an dem Stück von einem Berliner Verlag besorgt. Erst jetzt erfuhren sie, dass es rechtliche Unsicherheiten gab. Das war den Theaterleuten zu unsicher, sie entschieden sich für ein neues Stück, das im März aufgeführt werden soll.

Oder doch nicht? Gestern Nachmittag haben sich Anwälte von Disney in Jork gemeldet. Vielleicht kommt zu Weihnachten jetzt doch noch die „Magic Nanny“.

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