Fünf Schwerverletzte

Kleinkind und Frau sterben bei Unfall im Emsland

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Bei einem Unfall in Emsland sind ein Kleinkind und eine Frau ums Leben gekommen.

Haselünne/Meppen - Der Rückweg von einer Familienfeier endet tödlich: Ein Kleinkind und seine Großmutter sind bei einem Autounfall bei Haselünne ums Leben gekommen, fünf weitere Familienmitglieder werden schwer verletzt. Gegen den Fahrer wird ermittelt: In dem Auto fuhren zu viele mit.

Ein Dreijähriger und seine 68 Jahre alte Großmutter sind am frühen Sonntagmorgen bei einem schweren Verkehrsunfall in der Nähe von Haselünne (Kreis Emsland) ums Leben gekommen. Fünf weitere Familienmitglieder wurden zum Teil lebensgefährlich verletzt, wie die Polizei mitteilte. Der Wagen war aus bislang ungeklärter Ursache von der Straße abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Gegen den Fahrer wird nun ermittelt, weil in dem Auto zu viele Menschen mitfuhren - sieben statt der erlaubten fünf.

Der 25-jährige Familienvater, der am Steuer saß und sein 18 Monate alter Sohn wurden lebensgefährlich verletzt. Die Frau des Fahrers (24), seine Cousine (16) und sein Vater (68) wurden schwer verletzt. Die Familie wohnt im emsländischen Meppen und war auf dem Rückweg von einer Familienfeier in Wachtum (Kreis Cloppenburg).

Nach Polizeiangaben waren sieben Menschen im Wagen, obwohl dieser nur für fünf Insassen zugelassen war. Ersten Ermittlungen zufolge saßen die beiden Kinder hinten bei den Frauen auf dem Schoß, die Großmutter auf dem Beifahrersitz. Die Verletzten wurden mit Hubschraubern und Rettungswagen in verschiedene Krankenhäuser gebracht. Die Bundesstraße war mehrere Stunden voll gesperrt.

Warum der Wagen von der Straße abkam, ist noch unklar. „Alkohol war wohl nicht im Spiel“, sagte ein Polizeisprecher. Gegen den Fahrer wird nun wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung und der fahrlässigen Körperverletzung ermittelt.

Im Handschuhfach des Wagens entdeckte die Polizei zudem eine ungeladene Schreckschusspistole und Munition. Daher sei auch ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Waffengesetz eingeleitet worden, sagte ein Polizeisprecher. Ein Zusammenhang mit dem Unfall sei aber bislang nicht erkennbar.

dpa

Dieser Artikel wurde aktualisiert.

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