Prozess um Oldenburger Krankenpfleger

Klinik will Angehörige entschädigen

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Geschäftsführer Dirk Tenzer sagte, das Geld solle unabhängig von den laufenden Ermittlungen im nächsten Jahr ausgezahlt werden.

Oldenburg - Das Klinikum Oldenburg will die Angehörigen von zwölf möglicherweise von einem ehemaligen Krankenpfleger getöteten Patienten entschädigen. Der Krankenpfleger steht zurzeit wegen dreifachen Mordes und zweifachen Mordversuchs am Klinikum Delmenhorst vor Gericht.

Geschäftsführer Dirk Tenzer sagte der „Nordwest-Zeitung“, das Geld solle unabhängig von den laufenden Ermittlungen im nächsten Jahr ausgezahlt werden. Die Höhe der Zahlungen sei noch unklar. „Wir möchten eben nicht das Ermittlungsverfahren oder langwierige Gerichtsprozesse abwarten, sondern wir wollen uns möglichst zügig mit Angehörigen über einen Weg verständigen“, sagte Tenzer.

Der Krankenpfleger steht zurzeit wegen dreifachen Mordes und zweifachen Mordversuchs am Klinikum Delmenhorst vor Gericht. Möglicherweise tötete er auch an seiner vorherigen Arbeitsstelle, dem Klinikum Oldenburg. Eine Untersuchung des Oldenburger Klinikums hatte zwölf Verdachtsfälle ergeben.

dpa

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