Landwirte verklagen Landesregierung

Der Knick wird ein Fall für das Gericht

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Foto: Schleswig-Holsteinische Landwirte klagen gegen eine neue Knickbeschnittverordnung.

Rendsburg/Schleswig - Der Streit um die neue sogenannte Knick-Verordnung schwelt in Schleswig-Holstein schon eine Weile. Gleich nach Inkrafttreten Ende Juni kündigten die Bauern Widerstand an. Nun gehen sie vor Gericht.

Jetzt soll die Justiz entscheiden: Drei Landwirte wollen gegen die sogenannte Knick-Verordnung der Landesregierung vor Gericht ziehen. Der Bauernverband kündigte an, dass die Klage am Mittwoch beim Oberverwaltungsgericht in Schleswig eingereicht werde. Durch die Ende Juni in Kraft getretene Verordnung würden die Landwirte "erheblich in ihren Bewirtschaftungsmöglichkeiten und der Nutzung ihres Eigentums beschränkt", betonte der Bauernverband, der die Klage unterstützt und begleitet.

Laut der neuen Verordnung dürfen künftig unter anderem auf 50 Zentimeter breiten Streifen entlang der Knicks keine Kulturpflanzen angebaut sowie keine Dünge- und Pflanzenschutzmittel ausgebracht werden. Die Bauern kritisieren auch die seltenere Möglichkeit des seitlichen Beschneidens und das Fällverbot für Bäume mit einem Durchmesser von mehr als 60 Zentimetern.

Umweltminister Robert Habeck (Grüne) argumentiert, die Knicks litten unter immer intensiverer Nutzung durch die Landwirtschaft. "Deshalb hat der schleswig-holsteinische Landtag die Verbesserung des Knickschutzes verlangt und den Rahmen vorgegeben - etwa die Einführung eines Randstreifens." Es handele sich um eine Regelung, "die die Beschränkungen für die Landwirtschaft möglichst gering hält und den besonders wertvollen Lebensraum Knick besser schützt".

dpa

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