Bundesverfassungsgericht entscheidet

„Knöllchen-Horst“ kassiert selbst ein Bußgeld

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Osterode/Köln - Der als „Knöllchen-Horst“ bundesweit bekannt gewordene streitlustige Frührentner aus Osterode am Harz muss wegen einer offensichtlich unzulässigen Verfassungsbeschwerde eine Missbrauchsgebühr von 1000  Euro zahlen. Das hat das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe entschieden.

In dem jetzt bekannt gewordenen Beschluss rügen die Richter, dass der Frührentner die Grenze zum Rechtsmissbrauch überschritten habe (Aktenzeichen 2 BvR 1746/14).

„Knöllchen-Horst“ hatte als Besucher einer Verhandlung am Amtsgericht Osterode beigewohnt. Weil er mit der Prozessleitung des Richters nicht einverstanden war, strengte er danach ein Verfahren wegen Strafvereitelung an, das von der Staatsanwaltschaft Göttingen mangels hinreichenden Tatverdachts eingestellt wurde. Dagegen hatte der Frührentner Verfassungsbeschwerde eingelegt. Die Karlsruher Richter nahmen diese erst gar nicht zur Entscheidung an. Es sei nicht einmal ansatzweise eine Verletzung eigener Grundrechte des Beschwerdeführers zu erkennen.

Zuletzt war „Knöllchen-Horst“ mit einer Beleidigungsstrafe gegen den Ex-Pornostar Dolly Buster gescheitert.

pid/r

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