3500 Euro verschenkt

In Köln regnet es Geld vom Himmel

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Foto: Joachim Ackva verschenkt Geld an Unbekannte. Er will auf die Ungleichverteilung des Reichtums in der Welt aufmerksam machen.

Köln - Erst Frankfurt, dann Berlin – am Freitag hat sich auch Köln über einen Geldregen gefreut. 3500 Euro sind am Vormittag vom Himmel gefallen. Das Geld stammt aus dem Privatvermögen eines Mannes. Er will damit eine politische Botschaft setzen.

Eine Menschenmenge reckt die Arme zum Himmel, 5- und 10-Euro-Scheine rieseln auf sie herab. Das Geld fällt aus Säcken, die an einem Bündel Luftballons hängen. Es ist Freitagmorgen – und die Passanten können sich über einen unverhofften Geldregen freuen. Verantwortlich für das Spektakel sind Joachim Ackva und Daniela Tiben. Warum verschenken sie insgesamt 3500 Euro?

Sie wollen Aufmerksamkeit schaffen dafür, "dass es viele Menschen weltweit gibt, die bereit wären, ein Tausendstel ihres Privatvermögens in eine globale Gemeinschaftskasse einzuzahlen", erklärt Ackva. Eine solche Gemeinschaftskasse könne viele Probleme lösen, findet der Finanzberater: "Wir könnten damit sehr viel bewegen gegen Armut, Hunger und Krieg."

Hannah Mütschenich fängt 15 Euro. Das Geld will die 17-jährige Schülerin für ihren Mallorca-Urlaub sparen. Die Geldregen-Aktion findet sie "chillig", aber sie mache sie auch nachdenklich. Den Gedanken des Teilens findet sie zwar gut. Aber sie glaubt, dass Aktivist Ackva mit seiner Vision allein ist. Der 23-jährige Isaias aus Brasilien will die 90 Euro, die er gefangen hat, zumindest nicht für sich selbst ausgeben.

Hauptzweck der Aktion: Spaß haben

Isaias will davon lieber Geschenke für seine Freunde und Familie zu Hause kaufen, die er ihnen aus dem Urlaub mitbringen kann. Angst, dass ihre Aktion missverstanden werden könnte, haben Ackva und Tiben nicht. Außerdem sei der Hauptzweck der Aktion "Spaß zu haben", sagt Ackva. Sie habe auch schon beobachtet, dass sich einige das Geld teilten, erzählt Tiben. Beide freuen sich deutlich, als sie sehen, wie die Menschen den Geldregen genießen. "Herrlich", resümiert Tiben.

dpa

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