Feuerwehreinsatz

Krankenhaus in Northeim brennt

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Foto : Am Sonntagmorgen ist im Albert-Schweitzer-Krankenhaus in Northeim ein Feuer ausgebrochen.

Northeim - Zum Glück war es eine unbelegte Station einer Northeimner Klinik, die am Sonntagmorgen Feuer fing. Dabei wurden zwei Mitarbeiter leicht verletzt, die rund 140 Patienten blieben unversehrt. Einige von ihnen mussten allerdings evakuiert und auf andere Stationen verteilt werden.

Es waren riesige Rauchsäule über der Stadt zu sehen, Hunderte Rettungskräfte waren im Einsatz: Ein Feuer hat am frühen Sonntagmorgen im Northeimer Albert-Schweitzer-Krankenhaus eine unbelegte Station zerstört. Dabei wurden nach Polizeiangaben zwei Mitarbeiter des Krankenhauses verletzt. Sie mussten mit Rauchgasvergiftungen ins Göttinger Universitätsklinikum gebracht werden. Lebensgefahr bestehe aber nicht.

Von den rund 140 Patienten wurde niemand verletzt. Allerdings mussten wegen der Rauchgasentwicklung die Patienten angrenzender Bereiche evakuiert und auf andere Stationen verteilt werden. Die neun Patienten der Intensivstation, die sich unter dem ausgebrannten Trakt befindet und auch weitgehend zerstört wurde, mussten ebenfalls evakuiert werden. Sie wurden mit Hubschraubern und Rettungswagen in umliegende Krankenhäuser gebracht. Die Klinik verfügt aber über eine zweite Intensivstation. Der Krankenhausbetrieb sei derzeit also nicht gefährdet, sagte eine Kliniksprecherin.

Bis zum Abend stand die Ursache des Feuers nicht fest. Auch zur Schadenshöhe wurden keine genauen Angaben gemacht. Ersten Schätzungen zufolge liegt der Schaden aber bei mindestens einer Million Euro. Mehr als 400 Kräfte von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk (THW), Polizei und den Rettungsdiensten des Landkreises Northeim waren im Einsatz.

Die Feuerwehr sei um 6.15 Uhr alarmiert worden, sagte Northeims Kreisbrandmeister Bernd Kühle bei einer Pressekonferenz vor Ort. „Daraufhin wurde das komplette Stadtgebiet alarmiert.“ Zwei Mitarbeiter der Klinik hätten bei der Ankunft der Feuerwehr auf Fenstersimsen auf der Ostseite gesessen. Sie seien über Drehleitern gerettet worden. „Die waren völlig ruhig“, sagte Kühle. Sie hätten sich vorbildlich verhalten, was wohl an der regelmäßigen Schulung im Krankenhaus liege. „Zum Glück war die Station ansonsten nicht belegt.“

Probleme habe das massive Dach gemacht, sagte Kühle. „Es war schwer zu öffnen.“ Gegen 8 Uhr war das Feuer aber unter Kontrolle. Um Brandnester endgültig zu löschen, pumpte die Feuerwehr am Mittag Schaum in den betroffenen Trakt. Das THW sicherte das Gebäude, das nach dem Feuer einsturzgefährdet ist. Von Beginn an seien Gefahrenstoffmessungen im Gebäude und im Umfeld des Krankenhauses durchgeführt worden, sagte Hartmut Heuer, Erster Kreisrat. Die Lüftungsanlage des Gebäudes sei zwar sofort nach Ausbruch des Feuers abgeschaltet worden, damit sich die giftigen Rauchgase nicht in andere Teile des Gebäudes verteilen konnten. Außerdem musste eine Operation, die bei Ausbruch des Feuers schon lief, abgesichert werden. Sie sei ohne Komplikationen beendet worden, sagte die Krankenhaussprecherin.

Andreas Furhmann

Dieser Artikel wurde aktualisiert.

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