Oldenburg

Krankenpfleger soll aus Langeweile getötet haben

Oldenburg - Ein bereits verurteilter ehemaliger Krankenpfleger muss sich von September an wegen mehrfachen Mordes vor dem Oldenburger Landgericht verantworten. Der 37-Jährige soll drei Patienten auf der Intensivstation des Klinikums Delmenhorst getötet haben - aus Langeweile und Geltungssucht.

Insgesamt fünf Patienten soll der Angeklagte den Wirkstoff Ajmalin verabreicht haben, der schwere Herz- und Kreislaufprobleme auslöst. Und zwar aus Langeweile, wie die Staatsanwaltschaft glaubt, und um seine Kenntnisse in Wiederbelebung zu demonstrieren. Drei Patienten starben, zwei überlebten. In diesen beiden Fällen wird dem 37-Jährigen versuchter Mord zur Last gelegt.

Der Angeklagte wurde bereits im Jahr 2008 vom Landgericht Oldenburg wegen eines ähnlichen Tatvorwurfs zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt und sitzt derzeit im Gefängnis. Die Berichterstattung über den ersten Prozess ergab neue Hinweise auf die neuen Fälle, die sich zwischen 2003 und 2005 ereignet haben sollen. Im Fall einer Verurteilung droht dem ehemaligen Pfleger eine lebenslange Freiheitsstrafe und Sicherheitsverwahrung. Der Prozess soll am 11. September beginnen.

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