Jahresbericht des Krebsregisters

Krebssterblichkeit in Niedersachsen deutlich gesunken

+
Die Brust ist bei Frauen das am häufigsten von Krebs betroffene Organ.

Hannover - Die Chance, eine Krebserkrankung zu überleben, ist seit 1990 in Niedersachsen deutlich gestiegen. Die Krebssterblichkeit sank in dieser Zeit um mehr als 20 Prozent. Das geht aus dem am Mittwoch veröffentlichten Jahresbericht des Krebsregisters Niedersachsen hervor.

Die Zahl der Neuerkrankungen lag im Jahr 2010 bei fast 48.000. Männer (25.700) waren deutlich häufiger betroffen als Frauen, bei denen es knapp 22.300 Neuerkrankungen gab. Etwas mehr als 21.600 Menschen starben 2010 an einer bösartigen Krebserkrankung, knapp 11.800 Männer und gut 9800 Frauen. Damit stirbt immer noch fast jeder zweite Krebspatient in Niedersachsen an der Krankheit - bezogen auf die Neuerkrankungszahl.

Wegen der Alterung der Bevölkerung müsse bis 2030 mit einem Anstieg der Krebsfälle bei Männern um 27 Prozent und bei Frauen um 14 Prozent gerechnet werden. Bei Brustkrebs wird der Anstieg der Prognose zufolge 10 Prozent und bei Prostatakrebs etwa 30 Prozent betragen.

Die Prostata ist bei Männern mit einem Anteil von 28,3 Prozent das am häufigsten betroffene Organ. Bei den Frauen dominiert Brustkrebs mit 32,3 Prozent. Darmkrebs und Lungenkrebs folgen bei beiden Geschlechtern an zweiter und dritter Stelle.

Seit Anfang dieses Jahres gilt eine allgemeine Meldepflicht für alle Ärzte, die bösartige Neubildungen feststellen oder behandeln. Die Erfassungsquote habe auch für das Jahr 2010 schon bei 99,8 Prozent gelegen, es seien aber nur eingeschränkte Angaben zu den Betroffenen und ihrem Wohnort möglich gewesen. Wichtigste Informationsquellen waren bisher Institute für Zelluntersuchungen und die Pathologie.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare