US-Popstar

Lady Gaga will heiraten

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Frisch verlobt: Taylor Kinney hat Lady Gaga sein Herz geschenkt.

- Eigentlich gibt es in den USA klare "Dating"-Regeln: Wenn der Mann nach einem Jahr nicht "die Frage" stellt, ist es vorbei. Lady Gaga hat jetzt gute drei Jahre gewartet – und es hat sich offenbar gelohnt.

Ein riesiger Strauß rote Rosen, ein Diamantring in Herzform und ein romantisches Versprechen im Restaurant der Eltern - klassischer kann eine Verlobung nicht ablaufen. Nichts Besonderes also, wenn die Verlobte nicht Stefani Germanotta hieße, bessser bekannt als Lady Gaga. Wie bitte? Lady Gaga verlobt? Jenes Wesen im Fleischkostüm, die Frau, die einen ihrer Auftritte mit einer, Verzeihung, Kotz-Künstlerin garnierte, jene Diva, die ein Video produzierte, in dem sie mutmaßlich vergewaltigt wurde? Ach ja, und nebenbei singt sie auch noch, aber das gerät schon fast zur Nebensache. Alter ego Madonna kann sich mit noch so blanker Kehrseite zeigen, gegen den Provokationsprofi Gaga kommt sie einfach nicht an.

Und nun das. Ein Eheversprechen, gegeben am - na klar - Valentinstag, dem Datum, an dem aus ansonsten klar denkenden Amerikanerinnen liebestolle Nervenbündel werden, und wehe, der Liebste hat sich für diesen Tag nicht etwas ganz Besonderes ausgedacht! Taylor Kinney jedenfalls hat seinen Job erledigt und seiner Lady die Frage aller Fragen gestellt. „Er hat mir am Valentinstag sein Herz geschenkt, und ich habe JA gesagt!“, jubiliert die zukünftige Mrs. Kinney auf Instagram. Über die Halbwertszeit dieser Verbindung darf spekuliert werden - andererseits sind die 28-Jährige und der fünf Jahre ältere Schauspieler schon seit 2011 ein Paar, dem ersten Überschwang ist die Verlobung also nicht geschuldet.

Was aber treibt eine wie die schrille Lady zu so traditionellem Verhalten? „Wenn die Beziehung schon älter ist, fällt der hormonell gestützte Sonderstatus der ersten Verliebtheit als Motiv aus“, sagt Peter Walschburger, Psychologie-Professor an der Freien Universität Berlin. Walschburger vermutet hinter der Gaga-Verlobung eher den Wunsch, die Partnerschaft weiter zu festigen, ein Verhalten, das Paare besonders vor Prüfungen wie einer längeren räumlichen Trennung oder Ähnlichem an den Tag legten. „Vielleicht ist ihr trotz ihres glamourösen Lebens die Fähigkeit zu echter, tiefer Liebe noch nicht abhandengekommen, das könnte dann der Antrieb sein“, sagt Psychologe Walschburger.

Und noch etwas spricht für die Wahrhaftigkeit der Heiratsabsicht: Immerhin hat die Tochter italienischer Eltern ihrem Zukünftigen nicht weniger als ihr Seelenheil zu verdanken. Diverse Tiefschläge der vergangenen Jahre - Depressionen, eine schlimme Hüftverletzung, musikalische Irrwege - hatten Lady Gaga in manches Jammertal geführt. Kinney sei es gewesen, sagt sie heute, der ihr da durch- und zurück auf den richtigen Weg geholfen habe. Auf seinen Einfluss führt sie auch die Wiederentdeckung ihrer musikalischen Wurzeln, des Jazz, zurück.

Zudem hatte die Sängerin in jüngster Zeit häufiger erklärt, dass sie „Ja“ sagen werde, sollte Kinney ihr einen Heiratsantrag machen. Sie habe eben einfach das ganz deutliche Gefühl, dass er der Richtige für sie sei. Und dies unter anderem damit begründet, dass ihr Liebster regelmäßig in Tränen ausbreche, wenn sie auf der Bühne singe.

Klingt alles nach einer zutiefst sentimentalen Angelegenheit - aber ein kleiner Restverdacht, es könne sich einfach um den nächsten Gaga-PR-Coup handeln, bleibt eben doch. Denn womit sonst sollte jemand wie die Königin der Provokation noch überraschen als mit einer provozierend altmodischen Geste?

Millionen Fans werden den Fortgang der Lovestory gebannt verfolgen und ihrer Lady wünschen, dass sie und Kinney wirklich im siebten Himmel schweben. Wann, wie und wo geheiratet wird, steht angeblich noch nicht fest. Fast noch spannender ist aber die Frage nach dem Hochzeitskleid. Wahrscheinlich ist es weder Fisch noch Fleisch ...

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