Hameln nimmt weiterhin auf

Land schafft 2300 neue Plätze für Flüchtlinge

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Foto: Symbolbild

Hannover - Zur Entlastung der Erstaufnahmelager Friedland und Bramsche eröffnet das Land jetzt Notunterkünfte in großer Zahl. So werden 2000 neue Plätze für Flüchtlinge geschaffen. Darüber hinaus würden vom Koordinierungsstab des Innenministeriums knapp 20 weitere Liegenschaften als Quartiere für Flüchtlinge geprüft.

Das teilte das Innenministerium am Freitag mit. Daneben informierte der Landkreis Hameln am Freitagabend, dass in der ehemaligen Linsingen-Kaserne ab Dienstag 300 Flüchtlinge eintreffen könnten. Diese Kaserne war lange Zeit eine britische Garnison.

Noch Anfang des Jahres waren in Niedersachsen 37 500 Flüchtlinge erwartet worden. „Jetzt rechnen wir mit der doppelten Zahl, also mit 75 000“, sagte ein Sprecher des Innenministeriums. Am Freitag bezogen die ersten von 500 Flüchtlingen das Hinrich-Wilhelm-Kopf Zeltlager in Otterndorf bei Cuxhaven, eine Einrichtung der Stadt Hannover. Das Land hat dieses Zeltlager von der Landeshauptstadt angemietet. Die Zelte sollten nach und nach durch Container ersetzt werden.

In Schwanewede (Kreis Osterholz) sollen in einer Bundeswehrkaserne nach dem planmäßigen Abzug der letzten Soldaten ab Mitte September zudem bis zu 900 Plätze eingerichtet werden. In der Kaserne sind derzeit noch wenige Soldaten untergebracht. Früher waren dort bis zu 4000 Soldaten von Panzergrenadier-Einheiten stationiert. Das Land mietet die Kaserne zunächst für acht Monate an. Außerdem werden auf dem Gelände der Niedersächsischen Akademie für Brand- und Katastrophenschutz in Celle-Scheuen 500 Plätze in Zelten geschaffen.

Der Leiter des Koordinierungsstabes im Innenministerium, Ministerialdirigent Friedhelm Meier, sprach gestern von einem „finanziellen und personellen Kraftakt“, mit dem man in den letzten Wochen bereits eine Menge bewegt habe. Man versuche jetzt, winterfeste Quartiere zu schaffen.

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