Umbau für 64 Millionen Euro

Landeskriminalamt bekommt neue Zentrale

Hannover - Sanierungsbedürftige Gebäude und gestiegener Platzbedarf: Beim niedersächsischen LKA soll umgebaut werden. Für 64 Millionen Euro soll der Sitz am Waterlooplatz umgebaut werden. Die Kriminaltechnik bekommt ein neues Haus.

Das Landeskriminalamt (LKA) Niedersachsen bekommt eine neue Zentrale. Ab 2018 sollen alle Abteilungen der Behörde in der Dienststelle am Waterlooplatz gebündelt werden. Bisher sind sie über das ganze Stadtgebiet verteilt. Dazu wird der Teil des Gebäudes der ehemaligen Bezirksregierung, in dem bereits jetzt Büros des LKA untergebracht sind, saniert.

Zudem soll auf einer Freifläche der Neubau für die Kriminaltechnik der Behörde entstehen. Für dieses Sanierungs- und Bauprojekt hat die Landesregierung am Dienstag 64 Millionen Euro bereitgestellt. LKA-Präsident Uwe Kolmey begrüßte die Entscheidung zur sogenannten „Ein-Standort-Lösung“: „Gerade in Zeiten schwieriger Haushaltslagen ist es ein erfreuliches Bekenntnis zur Bedeutung des LKA für die Kriminalitätsbekämpfung“, sagt der Behördenleiter.

Die verschiedenen Abteilungen des Landeskriminalamts sind derzeit an acht Standorten in der Stadt und im Umland verteilt. Die Labors der Kriminaltechnik, in denen unter anderem nach DNA- oder Faserspuren analysiert wird, befinden sich noch am alten Standort der Behörde in der Schützstraße. Die Abteilung für Schuhspuren dagegen in Langenhagen. Diese Aufteilung bringt enorme Schwierigkeiten mit sich. Zudem sind die derzeit genutzten Gebäude zum Teil stark sanierungsbedürftig.

Die neue Zentrale des LKA mit einer Gesamtfläche von knapp 36 000 Quadratmetern bietet künftig allen 1100 Beamten und Angestellten der Behörde Platz. Mit den Bauarbeiten wird frühestens im Jahr 2015 begonnen. Noch steht nicht fest, wie der Neubau für das kriminaltechnische Institut aussehen wird. Auch konkrete Pläne dafür liegen noch nicht vor. „Das alles wird durch eine reguläre Ausschreibung des Projekts bestimmt“, sagt LKA-Sprecher Frank Federau.

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