Lüneburger Heide

Laster verschmiert 60 Kilometer Straße mit Apfelsaft

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Der zähflüssige Saft verteilte sich auf einer Länge von etwa 60 Kilometern auf der Fahrbahn.

Winsen/Luhe - Apfelsaft hat Autofahrer auf einer Bundesstraße in der Lüneburger Heide auf 60 Kilometern ins Rutschen gebracht. Die Flüssigkeit stammte aus einem Sattelzug, der mit 20 000 Litern Saftkonzentrat beladen war.

Erst bei Buchholz in der Nordheide konnte die Polizei in der Nacht den Laster aus der Ukraine stoppen, nachdem Anrufer eine angebliche Ölspur auf der Bundesstraße 3 gemeldet hatten. Die Beamten folgten der Spur und fanden so den Sattelzug, aus dem gelbe Flüssigkeit tropfte. Statt Öl transportierte der Lkw jedoch das Konzentrat. Der Tank war schon bei Wietzendorf im Heidekreis undicht geworden und so hatte der Saft die Bundesstraße bereits auf einer Länge von rund 60 Kilometern verunreinigt, wie die Polizei am Donnerstag meldete.

Rund 150 Feuerwehrleute aus 13 Wehren waren im Einsatz, um die Straße zu säubern. Konzentrat und Wasser machten die Fahrbahn spiegelglatt, die Straßenmeistereien stellten Warnschilder auf. Weil die Reinigungsarbeiten auf der B3 im Heidekreis und im Kreis Harburg bis in den Vormittag dauerten, kam es zu erheblichen Behinderungen im Berufsverkehr. Die Kosten von mindestens 50 000 Euro muss laut Polizei das türkische Transportunternehmen übernehmen, in dessen Auftrag der ukrainische Laster unterwegs war.

Erst am Dienstag hatten 2000 Liter Sahne den Verkehr auf der A30 zwischen Salzbergen und Rheine zur Rutschpartie gemacht. In Richtung Osnabrück musste die Autobahn daraufhin für Stunden gesperrt werden.

dpa

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