Gymnasialgipfel

Lehrer wollen zurück zum Abi nach 13 Jahren

+
Foto: G8 oder G9? Lehrer plädieren immer öfter für die Rückkehr zum Abitur nach 13 Jahren.

Loccum - Nach den Gesamtschulen wollen auch immer mehr Gymnasien zurück zum Abitur nach 13 Jahren. Das wurde beim ersten Dialogforum von Kultusministerin Frauke Heiligenstadt am Montag in Loccum deutlich.

Der Ruf nach Rückkehr zum Abitur nach 13 Jahren an den Gymnasien wird immer lauter. Bei einem Dialogforum, zu dem Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD) gestern nach Loccum eingeladen hatte, sprachen sich die Lehrerverbände mehrheitlich für neun Gymnasialjahre aus (G 9). Die Schüler hätten dann mehr Zeit zur Persönlichkeitsbildung und die Schulen mehr Spielräume, sagte Horst Audritz vom Philologenverband nach dem Treffen. Er kritisierte, dass der Verband der Elternräte an Gymnasien nicht zu dem Treffen eingeladen worden war.

Der Landesschülerrat mahnte bessere Lernbedingungen an, die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft warb für eine flexible Oberstufe, die in zwei oder drei Jahren durchlaufen werden kann. Der Schulleitungsverband betonte, dass es eine landesweit einheitliche Lösung geben müsse. Gymnasien zwischen G8 und G9 wählen zu lassen, stifte nur organisatorisches Chaos.

Ministerin Heiligenstadt sprach von einer „guten und gewinnbringenden Veranstaltung, bei der sich alle Beteiligten eingebracht hatten“. Es sei deutlich geworden, dass das von der schwarz-gelben Vorgängerregierung überhastet eingeführte verkürzte Abitur erheblichen Reformbedarf habe. Es sei richtig, die Fragen im Dialog zu klären. FDP-Bildungsexperte Björn Försterling nannte das Loccumer Forum jedoch einen „Dialog light“. Kontroversen habe es nicht gegeben, strittige Fragen seien ausgeklammert worden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare