2012 letztmals gesehen

Leiche von Bürgermeister liegt unter Wäscheberg

Cuxhaven/Ovelgönne - Der Fall des in der vergangenen Woche tot aufgefundenen Altbürgermeisters von Cuxhaven bleibt mysteriös. Er war 2012 zuletzt gesehen worden. Jetzt ist seine Leiche im Haus seiner Witwe gefunden worden – versteckt unter einem Berg Wäsche.

Offenbar ist versucht worden, die Leiche von Klaus Fossgreen, der zuletzt 2012 gesehen worden war, in seinem Haus in Ovelgönne im Kreis Wesermarsch zu verstecken. Nach Angaben der „Nordwest-Zeitung“ aus Oldenburg fanden Polizeibeamte den Körper vergraben unter einem Berg Wäsche. Er sei mit „wohlriechenden Reinigungsmitteln“ übergossen worden - vermutlich, um Verwesungsgeruch zu übertünchen. Ein Spürhund habe den bereits mumifizierten Leichnam entdeckt, als die Polizei am vergangenen Donnerstag Fossgreens Haus durchsuchte. Der Oldenburger Staatsanwalt Martin Rüppell wollte die Angaben nicht bestätigen, widersprach ihnen aber auch nicht.

Die Staatsanwaltschaft in Oldenburg ermittelt gegen die Witwe des pensionierten Fregattenkapitäns wegen Betrugsverdachts. Die 65-Jährige wird beschuldigt, die Pension des früheren Ersten Bürgermeisters von Cuxhaven weiter kassiert zu haben, obwohl der Mann bereits lange tot ist - wie lange, darüber gibt es keine offiziellen Angaben.

Laut Staatsanwalt Rüppell ist Fossgreen bereits „einige Zeit“ tot. Er war zuletzt im Jahr 2012 in dem kleinen Ort Struckhausen gesehen worden. Damals war er 78 Jahre alt. Seit Ende 2014 gilt Fossgreen offiziell als vermisst. Als damals Beamte bei Fossgreen klingelten, hat sich die Ehefrau nach Polizeiangaben verdächtig verhalten. Sie habe kein Verständnis gezeigt, die Angelegenheit zu klären, und habe jede Kooperation verweigert.

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