Neunstündige Sperrung

Lkw-Brand blockiert die A 2

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Foto: Vor Ort bot sich ein Bild wie auf einem Schrottplatz.

Bad Nenndorf - Ein brennender Lkw-Anhänger hat die Autobahn 2 am Donnerstag in Richtung Hannover stundenlang blockiert. Bei Bad Eilsen ging es für Hunderte Autofahrer lange Zeit nicht mehr voran. Andere quälten sich mit ihren Fahrzeugen in langen Staus über die Umgehungsstrecken durch das Schaumburger Land.

Der Verkehr war ab der Ausfahrt Porta Westfalica über die Bundesstraßen 482 und 65 in Richtung Bad Nenndorf umgeleitet. Auf der Autobahn reihten sich die Wagen zeitweilig auf bis zu 20 Kilometern Länge. Das Deutsche Rote Kreuz Schaumburg stand mit Snacks und Getränken zur Versorgung bereit. Erst gegen 10 Uhr wurde ein Teil der Mittelleitplanke entfernt. Anschließend konnten die Fahrzeuge nach und nach auf die Gegenfahrbahn geleitet werden. Erst am Nachmittag war der letzte festsitzende Fahrer befreit.

Ein Lastwagenfahrer hatte am frühen Morgen gegen 5.20 Uhr Feuer an seinem Anhänger entdeckt, den er auf der abschüssigen Strecke noch rechtzeitig abkoppeln konnte, wie Hauptkommissar Frank Loeper von der Autobahnpolizei in Garbsen sagte. Aufgrund der aufwendigen Aufräumarbeiten musste die Autobahn in Richtung Hannover fast neun Stunden gesperrt bleiben. Ab Porta Westfalica wurde der Verkehr von der Autobahn abgeleitet. Erst am Nachmittag gab die Autobahnmeisterei die Bahn wieder frei. Wegen einer Baustelle ist dort ohnehin nur Tempo 60 möglich.

Vor Ort bot sich ein Bild wie auf einem Schrottplatz. Überall verstreut lagen von dem mit Autoteilen beladenen Anhänger ausgebrannte Kühler, Batterien oder alte Autoradios herum. Auch Motorenteile aus Aluminium ragten aus dem Löschschaum der Feuerwehr heraus. 200 Kilogramm Schaum und knapp 18 000 Liter Wasser waren nötig, um die Flammen zu ersticken. Knapp zwei Stunden nach dem Alarm war das Feuer gelöscht.Ein Teleskopkran hievte gegen 11 Uhr das Wrack des Unfall-Lkw auf einen Sattelschlepper. Die Polizei schätzte den Schaden auf 100 000 Euro. Der 41-jährige Fahrer des Lastwagens wurde nicht verletzt. Der Grund für das Feuer war zunächst unklar.

Die Fahrbahndecke wurde durch geschmolzene Metallteile zwar beschädigt, ist aber vorübergehend befahrbar. Der durch die große Hitze geschmolzene Asphalt wurde nach den Aufräumarbeiten abgeschabt und von der Fahrbahn entfernt. Ab Montag soll sie dann an der Unglücksstelle erneuert werden.

von Thomas Meinecke und Ralf Krüger

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