Unfall auf der A 1

Lkw-Fahrer muss nach tödlicher Geisterfahrt ins Gefängnis

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Bei dem Unfall infolge der Geisterfahrt auf der A1 kam ein Paar aus Hannover ums Leben.

Syke - Ein Lastwagenfahrer aus Lettland muss wegen einer tödlichen Geisterfahrt auf der Autobahn 1 ins Gefängnis. Das Amtsgericht im niedersächsischen Syke verurteilte den 47-Jährigen am Montag wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung zu zwei Jahren und zehn Monaten Haft. Bei dem Unfall war ein Paar aus Hannover getötet worden.

Die Richter entzogen dem Letten zudem den Führerschein. Er dürfe sich nie wieder in Deutschland hinters Steuer setzen, sagte Gerichtssprecher Carsten Dänekas. Der Mann hatte am Neujahrstag völlig betrunken auf der A1 gewendet. Ein junges Paar fuhr in den Sattelzug und kam dabei ums Leben.

Zwei bis drei Flasche Wodka habe der Lkw-Fahrer in der Silvesternacht auf einem Autohof in Stuhr nahe Bremen geleert, sagte der Gerichtssprecher. Am nächsten Abend wollte er nach Hamburg und fuhr in die falsche Richtung auf die Autobahn auf. Als er seinen Fehler bemerkte, wendete er. Ein 26-Jähriger krachte mit seinem Wagen in den querstehenden Lastwagen. Er und seine 20 Jahre alte Beifahrerin waren sofort tot. Das junge Ehepaar wohnte in Hannover, kam aber ursprünglich aus dem Bereich Cloppenburg. Dort leben die beiden Elternpaare der Verstorbenen.

Weitere Autos fuhren im Dunkeln in die Unfallstelle. Mehrere Menschen wurden leicht verletzt. Nach Angaben der Richter hatte der Lastwagenfahrer 2,8 Promille Alkohol im Blut. Er will den Unfall nicht bemerkt haben und setzte seine Fahrt nach Hamburg fort. Die Polizei konnte ihn erst nach 26 Kilometern stoppen.

dpa/doe/frs

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