Brennender Nordseefrachter

Löscharbeiten auf "Purple Beach" unterbrochen

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Foto: Die Löscharbeiten rund um den Düngemittel-Frachter "Purple Beach" starteten am Mittwoch.

Cuxhaven - Die Explosionsgefahr auf dem havarierten Düngemittel-Frachter "Purple Beach" ist gebannt. Bei den Löscharbeiten kommt es allerdings zu Komplikationen: Ein Schlauch ist gebrochen, die Arbeiten mussten unterbrochen werden. Und auch das Wetter spielt nicht mit.

Das Havariekommando hat die Löscharbeiten auf dem in Not geratenen Düngemittel-Frachter "Purple Beach" nach wenigen Stunden unterbrochen. Beim Fluten des betroffenen Frachtraums mit Seewasser sei ein Schlauch gebrochen, teilte ein Sprecher am Donnerstagmorgen mit. Das Mehrzweckschiff "Neuwerk" habe sich vorübergehend zurückgezogen.

Wegen schlechten Wetters mit Wellenhöhen bis zu drei Metern im Seegebiet westlich von Helgoland könne kein anderes Schiff übernehmen. In der Nacht waren etwa 500 Kubikmeter Seewasser in den Rumpf der "Purple Beach" geflossen.

Die unter der Flagge der Marshallinseln fahrende "Purple Beach" war am Montagabend etwa 30 Kilometer westlich von Helgoland in Not geraten. Sie hat etwa 20.000 Tonnen Düngemittel (Nitrophoska 15+15+15+2 S)geladen.

Ein Messtrupp stellte Hitze in einem Laderaum fest. Über dem Schiff stieg eine gewaltige Rauch- und Gaswolke auf. Die Besatzung hatte den betroffenen Laderaum abgeriegelt und zunächst mit Kohlendioxid geflutet, um einen möglichen Brand zu löschen. Allerdings ist nach wie vor nicht klar, ob für Rauch und Hitze ein Feuer oder eine andere chemische Reaktion verantwortlich ist.

dpa/zys

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