U-Bahn streikt nächste Woche

London droht Verkehrskollaps

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London - Wer in der nächsten Woche in die britische Metropole London will, muss sich auf Unannehmlichkeiten gefasst machen. Wegen eines U-Bahn-Streiks droht in der Millionenstadt ein Verkehrskollaps.

Die Verkehrs-Gewerkschaft RMT rief die Angestellten der U-Bahn auf, am kommenden Dienstagabend für 48 Stunden die Arbeit niederzulegen. RMT-Generalsekretär Mick Cash sagte am Dienstag, mit dem Ausstand werde gegen die geplante Schließung von Fahrkartenschaltern und Entlassungen protestiert.

Die bereits 1863 eröffnete Bahn ist die älteste U-Bahn der Welt und mit 402 Kilometern Streckenlänge die größte in Europa. Für die acht Millionen Einwohner Londons ist sie das wichtigste Nahverkehrsmittel. An Werktagen nutzen rund 3,7 Millionen Fahrgäste die U-Bahn.

Ebenfalls in der kommenden Woche wollen auch andere Angestellte im öffentlichen Dienst die Arbeit niederlegen. Anders als in vielen anderen Städten sind die 270 U-Bahn-Stationen durchgehend mit Personal besetzt, das sich unter anderem um Durchsagen und die Abfertigung der Züge kümmert. Die Gewerkschaft wirft der Verkehrsgesellschaft Transport for London vor, durch den Personalabbau werde die Sicherheit beeinträchtigt. Die Betreibergesellschaft weist den Vorwurf zurück, sie wolle Stellen kürzen. Das Personal an den Schaltern werde im Service an den Bahnsteigen eingesetzt.

Reuters

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