109 Delegationen aus 14 Ländern

Lüneburg rüstet sich für Hansetag

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Lüneburg erwartet 200.000 Besucher zum Hansetag.

Lüneburg - Nach genau sechshundert Jahren treffen sich die Hansestädte in dieser Woche wieder in Lüneburg, einst unentbehrlicher Lieferant des begehrten Salzes. Bis zu 200.000 Besucher werden von Donnerstag bis Sonntag erwartet.

“109 Delegationen aus 14 Ländern haben zugesagt“, freut sich Oberbürgermeister Ulrich Mädge (SPD). Das Motto des 32. Hansetages lautet „Verbindungen leben - Netzwerk Hanse“. Der erste Hansetag in Lüneburg wurde im Jahr 1412 abgehalten - damals kamen zur „Tagfahrt der Hanse“ nach Angaben des Stadtchronisten nur Sendboten aus 23 Städten.

Von Lüneburgs Hafen im historischen Wasserviertel am Flüsschen Ilmenau wurde über Jahrhunderte Salz in den Norden transportiert - lange unentbehrliches Konservierungsmittel vor allem für Heringe und Butter, wichtige Handelsgüter der Hanse neben Pelzen und Bernstein, Wein und Stockfisch, Wachs und Weizen.

„Ein Fass Salz brauchte es, um fünf Fässer Heringe oder zehn Fass Butter haltbar zu machen“, sagt Hilke Lamschus vom Salzmuseum. Und Lüneburg steht auf einer gewaltigen Salzsäule. Fast tausend Jahre bringen die kilometertiefen Reste einstiger Meere der Stadt Reichtum und Macht, machen sie jahrhundertelang zu einem wichtigen Mitglied der Hanse. „Die anderen Hansemitglieder hatten keine eigenen Vorkommen. So lieferten die Salinen Lüneburgs, was auch die salzarme Ostsee nicht bieten konnte - weißes Gold“, erklärt die Expertin.

Hansetag - Termin: 28. Juni - 1. Juli

dpa/kas

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