Käfer auf dem Vormarsch

Maikäfer schaden Baumschulen in Niedersachsen

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Foto: Sieht niedlich aus, verursacht in niedersächsischen Baumschulen aber große Schäden: der Maikäfer.

Göttingen - Maikäfer sind in Niedersachsen auf dem Vormarsch. Der in der Vergangenheit auch durch Insektizide dezimierte Bestand hat sich nach Angaben der Landwirtschaftskammer (LWK) weiter erholt.

Es gebe in diesem Jahr einen relativ starken Maikäferflug, sagte LWK-Experte Thomas Brand. Die erwachsenen Maikäfer verursachten allerdings kaum Probleme. Die Fraßschäden an öffentlichem Grün wie Straßenbäumen seien nicht von Bedeutung. Schwierigkeiten bereiteten allerdings die Larven, sagte Brand. „Die Engerlinge, die sich über vier Jahre im Boden entwickeln, fressen unter anderem an Gehölzwurzeln.“

Betroffen seien vor allem Baumschulen und Weihnachtsbaumplantagen. „Dort gibt es zum Teil massive Schäden“, sagte Brand. Der Wurzelfraß mache sich vereinzelt auch auf Sport- oder Golfplätzen bemerkbar. Das Lied von Reinhard Mey, wonach es keine Maikäfer mehr gibt, stimme jedenfalls längst nicht mehr, sagte Brand. „Viele Anbauer oder Greenkeeper wären allerdings froh, wenn es noch so wäre.“

„Im Vergleich zu den Kalamitäten etwa in den 1950er Jahren stellt der Maikäfer im Großen und Ganzen in Niedersachsen aber heute kein Problem dar“, sagte der LWK-Fachmann. Anders als in Süddeutschland, wo der Wald-Maikäfer zum Teil große Schäden anrichtet, ist in Niedersachsen nur der Feld-Maikäfer anzutreffen, sagte Rainer Hurling von der nordwestdeutschen forstlichen Versuchsanstalt in Göttingen. Der Waldmaikäfer lege seine Eier in den Waldboden, der Feldmaikäfer in offene Landschaften, auch in Gärten.

lni/mhu

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