Marineschule Mürwik

De Maizière bei Kadetten-Vereidigung

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Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière hält bei der Vereidigung von Kadetten in Flensburg am Freitag eine Festrede.

Flensburg - Ein neuer Anfang: 190 Kadetten werden an der Marineschule Mürwik vereidigt. Sie werden die ersten sein, die nach der „Gorch-Fock“-Affäre im vergangenen Jahr wieder auf dem Segelschulschiff lernen. Die Festrede für sie hält der Bundesverteidigungsminister.

Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) hält am Freitag die Festrede bei der Vereidigung von 190 Kadetten an der Marineschule Mürwik in Flensburg. Erwartet werden außerdem der Inspekteur der Marine, Vizeadmiral Axel Schimpf, sowie über 2000 Angehörige und weitere Zuschauer. Auch eine Fahnenabordnung der polnischen Marineakademie, der Schwesterakademie der Marineschule, soll dabei sein.

Bei der Vereidigung der Kadetten vor zwei Jahren war noch der damalige Bundespräsident Christian Wulff dabei gewesen. Jene Offiziersanwärter gerieten dann mit dem Segelschulschiff in schwere Fahrwasser. Im November 2010 starb eine Kadettin beim Sturz aus der Takelage. Später folgten Schikanevorwürfe. Zwischenzeitlich wurde sogar über das Ende des Segelschulschiffs diskutiert.

Um den Tod einer weiteren Kadettin 2008 auf der „Gorch Fock“ klären zu lassen, haben deren Eltern im Juli Beschwerde beim Bundesverfassungsgericht eingelegt. Sie wollen Ermittlungen gegen die Führung des Marine-Schulschiffs erzwingen. Die 18-Jährige war über Bord gestürzt und in der Nordsee ertrunken.

Inzwischen wurde das Ausbildungskonzept auf dem Schiff überarbeitet. Im Januar soll die „Gorch Fock“ wieder mit den Kadetten auf große Fahrt gehen. Derzeit wird sie noch repariert, mit immer weiter steigenden Kosten, die zuletzt mit voraussichtlich acht Millionen Euro angegeben wurden. Für die Kadetten wurde zudem ein Übungsmast an Land errichtet, der vor sechs Wochen eingeweiht wurde. Er soll helfen, die körperliche Eignung von Kadetten zu beurteilen und zu verbessern.

dpa

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