Richter erlässt Haftbefehl

Mann gesteht Missbrauch im Wasserparadies

Hildesheim - Der 22-Jährige, der mehrere Kinder im Landkreis Hildesheim missbraucht haben soll, hat die Taten inzwischen gestanden. Der Ermittlungsrichter erließ am Montag einen Haftbefehl wegen Wiederholungsgefahr.

Inzwischen befindet sich der Mann im Gefängnis. Ihm drohen nach Angaben von Bernd Seemann, Sprecher der Staatsanwaltschaft Hildesheim, bis zu 15 Jahre Haft. Für den anstehenden Prozess hat ihm das Gericht einen Pflichtverteidiger zur Seite gestellt. Die Behörde zieht zudem ein psychiatrisches Gutachten in Erwägung.

Möglicherweise hat der 22-Jährige weitere Taten begangen. Die Staatsanwaltschaft Hildesheim ermittelt, ob der Mann für weitere „einschlägige Fälle“ verantwortlich ist, teilte die Behörde am Montag mit. Konkreter wollten weder Polizei noch Staatsanwaltschaft werden.

Allerdings soll der Mann in seinem kleinen Dorf bei Bockenem schon öfter aufgefallen sein, weil er Kinder ansprach und sie teilweise angefasst haben soll. Angezeigt hat ihn deswegen aber bisher noch niemand. Der Mann sei bisher polizeilich nicht in Erscheinung getreten, hatte die Polizei am Freitag nach seiner Verhaftung mitgeteilt. Bei einer anschließenden Durchsuchung seiner Wohnung in einem Dorf bei Bockenem fand die Polizei unter anderem Kinderpornos. In diesem Zusammenhang ermitteln Staatsanwaltschaft und Polizei inzwischen gegen weitere Beschuldigte, erklärte Seemann.

Fahnder der Polizeiinspektion hatten den Mann nach Hinweisen in seinem Dorf festgenommen. Er soll am 21. Juli im Wasserparadies ein neunjähriges Mädchen missbraucht haben. Einen Tag später sprach er im Freibad Bockenem ein Mädchen an und ging mit ihm zu den Umkleidekabinen. Dabei wurde er beobachtet und angesprochen. Anschließend floh er.

cha

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