Aus Unachtsamkeit ins Wasser gefahren

Mann versinkt mit seinem Auto in der Weser

Eystrup - Aus Unachtsamkeit ist ein 31 Jahre alter Mann im Kreis Nienburg mit seinem Auto in die Weser gefahren. Er konnte sich durch ein Fenster unverletzt aus dem sinkenden Wagen befreien und an Land retten, teilte die Polizei am Dienstag mit.

Das Auto versank bei Eystrup im Fluss. Acht Taucher waren im Einsatz, um den Wagen zu orten und wieder zu bergen. Die Weser musste deswegen drei Stunden lang komplett für die Schifffahrt gesperrt werden.

Das Unglück hatte sich bereits am Abend des ersten Weihnachtstages ereignet, der Autofahrer ging aber erst drei Tage später zur Polizei und meldete den Vorfall. „Der Mann hatte Glück im Unglück“, sagte Polizist Henning Langrehr. „Dass solche Vorfälle auch anders enden können, zeigte sich im Februar diesen Jahres, als ein Lkw-Fahrer aus den Niederlanden in Schweringen in die Weser fuhr und mit seinem Leben zahlen musste.“

Die Bergung des Wagens gestaltete sich schwierig, auch aufgrund der starken Fließgeschwindigkeit der Weser. Weil die Wasserschutzpolizei in Nienburg das Fahrzeug von Land aus nicht orten konnte, forderte sie ein Sonarboot aus Hannover, Polizeitaucher aus Braunschweig und eine Arbeitsplattform mit Bagger an. Am Montagnachmittag schließlich gelang es, den Wagen mit dem Sonarboot zu orten und später zu bergen. Die Kosten des Einsatzes von mindestens 3000 Euro muss der Autobesitzer zahlen, außerdem kommt auf ihn eine Geldbuße von rund 500 Euro wegen Gewässerverunreinigung zu.

dpa

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