Hamburg-Harburg

Massenschlägerei in Flüchtlingsunterkunft

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Erst mit einem Großaufgebot der Polizei konnte die Auseinandersetzung zwischen Eritreern und Albanern beendet werden.

Hamburg - Mit Knüppeln und Besenstielen sind am Sonnabend mehrere Flüchtlinge in einer Hamburger Flüchtlingsunterkunft aufeinander losgegangen. Es gab mindestens 16 Verletzte, ein Großaufgebot der Polizei rückte an. Die Hintergründe des Streits sind zunächst unklar. 18 Menschen kamen vorübergehend in Gewahrsam.

Bei einer Massenschlägerei in einer Flüchtlingsunterkunft in Hamburg-Harburg sind mindestens 16 Menschen verletzt worden. Es habe in der Erstaufnahmeeinrichtung am Sonnabend Streitigkeiten zwischen zwei unterschiedlichen Gruppen gegeben, sagte eine Polizeisprecherin am Sonntag. Rund 40 Menschen seien beteiligt gewesen. Die beiden Gruppen hätten mit Knüppeln und Besenstielen aufeinander eingeschlagen.

Ein Großaufgebot der Polizei trennte die Gruppen. Am Abend kam es nochmals zu einem Vorfall, abermals rückte die Polizei in das Containerdorf an. „Die Lage hat sich beruhigt“, berichtete die Sprecherin am Sonntag.

Insgesamt wurden 18 Menschen kurzzeitig in Gewahrsam genommen, fünf Flüchtlinge wurden in ein Krankenhaus eingeliefert. Es sei niemand lebensgefährlich verletzt worden, sagte die Sprecherin. Weitere Hintergründe wurden zunächst nicht bekannt. Die Kriminalpolizei ermittelt.

Nach Angaben der Polizei betreibt das städtische Unternehmen Fördern und Wohnen die Einrichtung. Von Fördern und Wohnen war am Sonntag zunächst niemand zu erreichen. In dem Containerdorf sind derzeit Hunderte Flüchtlinge untergebracht. Nach Informationen des NDR leben dort 650 Menschen. Die Polizei plant nach den Vorfällen „keine dauerhafte Präsenz“, sondern verwies auf den Betreiber.

lni/mhu

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